4. Mai 2019 Mittelmeer

Die Internationale Bootsmesse in Palma zeigt überdeutlich: Große Yachten dominieren die Szenerie, vor allem Segelyachten über 30 m Länge. Und das auch vor und nach der boat show. Ihre Zahl hat sich auf den Balearen-Inseln in den vergangenen fünf Jahren verfünffacht.

Der Grund für diesen rasanten Anstieg: Spanien hatte die Zulassungssteuer für ausländische Charteryachten abgeschafft. Danach stieg die Zahl der auf den Balearen registrierten Yachten von 31 im Jahr 2013 auf 155 Yachten im Jahr 2018.
Besonders bemerkenswert: Von diesen 155 Yachten haben 34 eine Länge von mehr als 45 m. 2013 war noch keine Yacht mit dieser Länge auf den Balearen registriert. Darüber hinaus haben 60 Schiffe eine Länge von über 35 m. 2013 waren es nur fünf in dieser Größenordnung gewesen.
Laut einem Bericht der Asociación Nacional de Empresas Náuticas (ANEN, Nationale Vereinigung der nautischen Unternehmen) wurden zwischen Januar und März dieses Jahres insgesamt 181 neue Freizeityachten auf den Balearen registriert. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch 134 gewesen. Das entspricht einem Anstieg von 35 %. Damit liegen die Balearen hinsichtlich der Zahl aller in Spanien registrierten Freizeitboote auf Platz 2 mit einem Marktanteil von mehr als 18 Prozent, hinter Andalusien (21,14%) und vor Katalonien (17,2 %). Ebenfalls auf Platz 2 sind die Balearen auf dem Chartermarkt mit einem Marktanteil von 27%, hinter Katalonien (29,19%) und vor Valencia (20,53%).

Weil immer mehr Yachten die Inseln nicht nur als Saisonziel wählen, sondern hier auch ihren Stützpunkt haben, um Reparaturen und Refitarbeiten durchführen zu lassen, haben sich die Umsätze in der balearischen Nautikbranche in den letzten fünf Jahren verzehnfacht, auf mehr als 12 Milliarden Euro in 2018. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche sind gestiegen, es gibt aber weiterhin zu wenige Fachkräfte.