29. Oktober 2019 Allgemeine News, Umwelt

Der „Interceptor“: Die Organisation The Ocean Cleanup sammelt den Plastikmüll nun auch aus den verschmutzten Flüssen. Im Hafen von Rotterdam enthüllte CEO Boyan Slat das neue Gerät (deutsch: den „Abfänger“), mit dessen Hilfe bis zu 50 Tonnen Müll pro Tag aus dem Wasser geholt werden sollen

 

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Plastikmüll in den Gewässern ist ein drängendes Umweltproblem in der heutigen Zeit – das nicht nur Wassersportler*innen betrifft. Die Organisation The Ocean Cleanup sorgt auf dem Meer schön länger mit ihrem „Meeresstaubsauger“ dafür, dass der Müll dort eingesammelt werden kann. Nun stellte Erfinder und Unternehmer Boyan Slat ein neues System vor, das den Plastikmüll schon früher entfernen soll: in den Flüssen, die ihn ins Meer befördern. Mit der neuentwickelten Abfangvorrichtung soll die Einleitung von Plastikmüll in die Weltmeere über Flüsse auf ein Minimum begrenzt werden. Der Name des neuen Müllsammlers, den Slat im Hafen von Rotterdam vorstellte, lautet: „Ocean Cleanup Interceptor“

 

Das Gerät ähnelt einem großen Hausboot und soll in der Lage sein, rund um die Uhr Kunststoff aus Flüssen aufzusammeln. An strategischen Positionen auf dem Fluss platziert, soll der an der Wasseroberfläche treibenden Kunststoff zur Siebvorrichtung des Interceptors geleitet werden. Von dort soll er auf ein Förderband hinaufrollen und in Containern gesammelt werden. Bis zu 50 Tonnen Müll pro Tag sollen laut Slat auf diese Weise aus dem Wasser geholt werden. Zwei Schiffe seien bereits in Flüssen in Indonesien und Malaysia im Einsatz. Weitere seien geplant. Allerdings können die Müll-Fänger nur Müll einfangen, der an oder nahe der Oberfläche schwimmt. An den großen Rest kommen sie nicht heran.

 

Quelle: stern.de↗

Titelbild: © The Ocean Cleanup