22. Januar 2019 Nordsee

Seit 10 Jahren steigt die Population der Kegelrobben im Wattenmeer wieder an. Ein Zeichen dafür, dass Meeresschutzbemühungen, wie sie vom DSV unterstützt werden, greifen.

Die Trilateral Seal Expert Group (TSEG) besteht aus Wissenschaftlers der Länder Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Zweimal jährlich ermitteln die Forscher die Zahl der Tiere. Günstig für diese Volkszählung ist vor allem die Zeit des Fellwechsels, bei der die ausgewachsenen Robben deutlich mehr Zeit an Land verbringen als sonst üblich. Die Jungtiere hingegen lassen sich besser während der Wurfzeit im Winterhalbjahr beobachten. Insgesamt ist der Bestand im Vergleich zu 2017 um fast 13 Prozent gestiegen und umfasst 6.144 erwachsene Tiere. Ein erfreulicher Trend, denn Deutschlands größtes Raubtier war aufgrund intensiver Jagd in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts schon fast ausgestorben. Tieren von der englischen Ostküste gelang die Wiederbesiedelung und heute ist die Kegelrobbe wieder zunehmend anzutreffen. Sie ist wesentlich größer als ein Seehund, der ebenfalls unter dem besonderen Schutz des Wattenmeerseehundabkommens steht. Mehr Infos finden Sie hier↗