22. Januar 2018 Mittelmeer

Es war der einzige Platz in allen Häfen der Balearen-Inseln mit Mallorca in ihrem Zentrum, wo Yachten noch mit dem eigenen Anker und dann heckwärts (oder auch vorwärts) anlegen mussten. Doch dieser Zustand ist nun Geschichte.

Seit Anfang ziert ein fest gegründeter Ponton aus Aluminimum mit Kunstholz-Auflage den äußeren Teil der Innenseite der Innenmole in Port d’Andratx im Westen Mallorcas. Die stadtnahen Liegeplätze sind beliebt, weil preiswerter als die im gegenüberliegenden Club de Vela. Auf 70 m Länge gibt es 14 neue Muringleinen und 7 Rolec-Terminals für Wasser und Strom. Der Alu-Ponton springt circa 1,5 m vor und überbrückt damit eine heikle Stelle, denn wegen Steinen unter Wasser mussten Skipper hier großzügig Abstand zur Kaimauer halten.

Revier-Experte Paul Kinzelmann, auch Autor eines nautischen Handbuchs, zeigt sich skeptisch, was die Lebensdauer des neues Stegs angeht, denn Port d’Andratx ist zwischen Herbst und Frühjahr immer wieder starkem Wind und Schwell ausgesetzt. Das führt zu Versandungen und zerstörte vor Jahren auch Festmache-Inseln, wo heute ein Bojenfeld installiert ist.