5. November 2018 Mittelmeer

Die Marina Portorož ist die größte an der kurzen Adriaküste Sloweniens und bei deutschen und österreichischen Bootseignern wegen Ihrer Lage und guten Erreichbarkeit sehr beliebt. Lange war über ihren Verkauf spekuliert worden, jetzt ist die Entscheidung für eine nationale Lösung gefallen.

Die Medien in Slowenien hatten zwischenzeitlich immer wieder über ein Kaufinteresse der kroatischen Marinakette ACI  berichtet, die das generell bestätigte. Dazu schrieb der Vorstandsvorsitzende der ACI AG, Kristijan Pavić: „Die Marina Portorož … ist natürlich wegen ihres geschäftlichen Potentials interessant. Es wurde deshalb ein Analyseverfahren eingeleitet hat, das der Möglichkeit eines Verhandlungsbeginns vorangeht.“

Nicht auszuschließen, dass genau dieser verhindert werden sollte, denn die einstigen Länder im ehemaligen Vielvölkerstaat Jugoslawien sind sich noch immer nicht grün. Bei der nun nationalen Lösung hat die slowenische Tourismusgruppe Terme Čatež d.d. ihre hundertprozentige Beteiligung an der Marina Portorož mit Hilfe der örtlichen Bank UniCredit Banka Slovenija d.o.o.an die lokalen Unternehmen Adventura Holding und Glen verkauft.

Der letzte Vertrag soll Anfang 2019 abgeschlossen werden. Lokale Quellen schätzen, dass die neuen Eigentümer etwa 21,6 Millionen Euro an Terme Čatež zahlen, berichtet die staatliche slowenische Nachrichtenagentur STA. Die Marina Portorož hat mehr als 1.000 Liegeplätze.