18. Februar 2019 Mittelmeer

Damit sich die Fischbestände erholen können, gibt es in Spanien zahlreiche Meeresschutzgebiete, sogenannte Reservas Marinas. Auf den Balearen ist jetzt ein weiteres ausgewiesen worden, zudem wurde der Nationalpark Cabrera-Archipel deutlich erweitert.

In den vergangenen Jahren hat die autonome spanische Region mit der Insel Mallorca in ihrer Mitte zahlreiche küstennahe Gebiete unter Schutz gestellt. In diesen Reservas Marinas ist vor allem der Fischfang eingeschränkt. Die Sportschifffahrt ist durch diesen Schutzstatus kaum betroffen, sie kann durchfahren und über Sandgrund auch ankern, nur das Angeln zum Vergnügen (auch von Bord aus) kann zeitweise untersagt sein.

Am 1. Februar genehmigte die Balearenregierung für die Nordostküste von Ibiza mit der vorgelagerten kleinen Insel Tagomago ein neues Meeresschutzgebiet. Kommerzielle Fischerei ist hier künftig untersagt. Dafür wird, um eine ibizenkische Tradition zu unterstützen,  in einigen Bereichen die „handwerkliche“ Fischerei unter bestimmten Auflagen genehmigt und teilweise auch das Freizeitangeln.

Innerhalb des Schutzgebietes ist in der Umgebung der „Losa del Figueral“ (ein knapp überspültes Felsriff) ein integrales Schutzgebiet festgelegt, indem jede Art der Fischerei sowie das Angeln verboten sind. Hier sind viele Raubfische heimisch, darunter Zahnbrassen, die Große Bernsteinmakrele und verschiedenen Arten von Zackenbarschen.

Ebenfalls Anfang Februar wurde die Vergrößerung des Nationalparks Cabrera-Archipel bekannt gegeben. Er ist nun der größte Nationalpark in Spanien. Die neue erweiterte Fläche wird erstmals offenes Meer mit einbeziehen und einen Tiefenbereich von über 2.000 m abdecken. Sie umfasst damit ein Rückzugsgebiet für Wale und große Fische, die hier durchziehen. Geschützt werden so auch tiefer gelegene Korallenbänke. Der seit 1991 zum Schutzgebiet erklärte Nationalpark liegt südlich von Mallorca und umfasst die Hauptinsel Cabrera sowie 18 kleinere Inseln.