5. Dezember 2019 Mittelmeer

Die Spitze des italienischen Stiefels ist für die meisten Wassersportler eine Region, die man passiert. Die wenigsten verweilen hier. Einer von denen ist KA-Mitglied Raimund Mollenhauer, der in Vibo Valentia eine Marina fand, die er nur in höchsten Tönen loben kann. Aber lesen sie selbst …

 

Wenn man sich mit dem Flieger von Norden dem Flughafen Lamezia nähert, sieht man bei schönem Wetter die Liparischen Inseln im blauen Meer und kurz vor der Landung den weit geschwungenen Golf Sant Eufemia. Wer die malerische Küste von Tropea (Costa degli Dei) am Tyrrhenischen Meer noch nicht kennt, wird mit Sicherheit beeindruckt sein.

Beeindruckt hat uns aber vor allem der sichere Hafen in Vibo Marina, als wir auf der Suche nach unserem nächsten Zuhause für unsere SY Gatto die Befestigungen sahen sowie die Stützpunkte der Guardia Costiera, Guardia Finanza und eine Fischereiflotte. Dazu Ausflugsschiffe zu den Liparischen Inseln sowie eine Tankstelle. Hier im Hafen liegt man vortrefflich sicher, „eingemauert“ vor allem im Winter, wenn der Nordwestwind oder der Scirocco (aus Süden) stürmt. Hinzu kommt die strategisch günstige Lage: im Westen die Inseln Stromboli (40 sm) und Panarea (50 sm), im Norden die Hafenstadt Cetraro (45 sm) gefolgt vom Nationalpark Cilento, im Süden die bekannte Straße von Messina (45 sm), die das italienische Festland von Sizilien trennt.

Die wirkliche Überraschung ist aber die Marina Stella del Sud (www.marinastelladelsud.com↗) innerhalb des Hafenbeckens mit ihren verzweigten Stegen (Pontile) mit Strom/Wasser und ausreichend Wassertiefe. Sie ist auch Rod Heikell (Autor des „Italian Waters Pilot“) positiv aufgefallen. Ein Familienbetrieb mit angeschlossener Bootswerft und allerlei fachkundigen und hoch-qualitativen Service-Betrieben, die von der der Marina-Leitung (Sprachen: Italienisch und Englisch) auf Wunsch termingerecht koordiniert werden.

Die überwiegend italienischen Gäste an den 200 Plätzen wissen das schon lange, aber inzwischen haben sich auch einige deutschsprachige Stammlieger eingefunden, die die Sauberkeit, den Marinero-Sevice und die 24-Stunden-Videoüberwachung ebenso schätzen, wie die Tatsache, dass in diesem Ort das ganze Jahr über Menschen leben, die den täglichen Markt, die Supermärkte und Feinkostläden sowie die gute Restaurantauswahl in allen Preislagen schätzen – alles nur wenige Minuten zu Fuß von der Marina.

Kein Vergleich mit dem wenige Seemeilen weiter südlich gelegenen Tropea, wo die Liegeplätze auch erheblich teurer sind; Tropea wie auch die anderen Orte erreicht man idealerweise mit dem Tropea-Express, einer regelmäßigen Bahnverbindung an der Küste für 10 Cent/km. Der Flughafen Lamezia Terme kann ebenfalls mit Bahn und Bus erreicht werden, aber die Marina arrangiert gern einen Transfer für die knappe halbe Stunde Fahrt.

Wir werden hier noch eine Weile unseren Heimathafen haben, kann man doch, wie es einige Yachten tun, von hier rund Sizilien segeln, mit Abstecher nach Tunesien oder nach Malta und zurück, oder den Sommer im Ionischen Meer Griechenlands verbringen; im Winter und zu den Wartungsarbeiten im Frühjahr kommt man spätestens zurück an diesen wunderbaren Ort.

Kontakt:

Marina Stella del Sud

Via Emilia, 89811 Vibo Valentia Marina

GPS: 38°43’26 N  016°7’80 E

Tel. +39 09 63 57 32 02

Fax +39 09 63 57 32 02

Mobil: (+39) 338 1946709 (Italienisch)

Mobil: (+39) 338 3468280 (Englisch)

E-Mail: info@marinastelladelsud.it

Internet: www.marinastelladelsud.com

UKW-Kanäle 10, 16

 

Nautik:

Ansteuerung zwischen den befeuerten Molenköpfen (Fl.WG.5s.15/12M + Fl.R.5s.8M) aus NE.

Handbuch: Rod Heikell, Küstenhandbuch Italien

Gedruckte Seekarten: Imray M19, M31

Preise / Buchungen auf Navily werden akzeptiert: https://www.navily.com/port/marina-stella-del-sud/247↗