16. Februar 2021 Allgemeine News

Als Teil der Wissenschaftskommunikation des internationalen Projektes „Hearing in Penguins“ hat das Deutsche Meeresmuseum Stralsund in Zusammenarbeit mit dem Museum für Naturkunde Berlin und dem Umweltbundesamt einen animierten Film über Unterwasserlärm im Internet veröffentlicht.

 

Schiffslärm

Die Schifffahrt verursacht einen erheblichen Teil des Unterwasserlärms, Screenshot aus dem Wissensclip „Unterwasserlärm: Ursachen, Auswirkungen und Gegenmaßnahmen“/Deutsches Meeresmuseum

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund weist seit einiger Zeit unter dem Titel „Kein Lärm Meer“ auf die Problematik Unterwasserlärm in seinem Standort OZEANEUM hin. Es veranschaulicht damit, wie der zunehmende künstliche Geräuschpegel den Lebensraum der Meerestiere bedroht und zerstört. „Viele Meerestiere, hier besonders Wale und Delfine, nutzen Geräusche zur Nahrungs- und Partnersuche, Orientierung, Kommunikation oder zum Schutz vor Feinden. Doch Meerestiere werden immer häufiger durch vom Menschen verursachten Lärm gestört, bedrängt und verletzt“, gibt Walforscher und Museumsdirektor Dr. Harald Benke zu bedenken.

 

 

Unterwasserlärm verstehen lernen

Blasenschleier sind eine Lösung gegen Unterwasserlärm

Der animierte Film↗ zeigt die unterschiedlichen Geräuschquellen im Meer und warum menschengemachter Lärm so bedrohlich für die Tiere ist. Zugleich zeigt er auch Lösungswege auf, wie Lärm erheblich reduziert werden kann. „Mit dem Video wollen wir vermitteln, dass Lärm im Meer ein ernst zu nehmendes Problem ist, das jeden angeht. Das Schöne ist aber, dass durch bewusstes Verhalten und nachhaltige Entscheidungen auch jeder ein Teil der Lösung des Problems sein kann“, sagt Projektleiter und Bioakustiker Dr. Michael Dähne.

 

Weitere Informationen über Unterwasserlärm:

www.deutsches-meeresmuseum.de/kein-laerm-meer/↗

https://unterwasserlaerm.museumfuernaturkunde.berlin/↗

https://animalaudiograms.museumfuernaturkunde.berlin/↗

 

Autor: Martin Muth