2. November 2020 Allgemeine News, Mittelmeer

Bei einem Erdbeben der Stärke 7,0 am 30. Oktober um 15 Uhr wurden Gebäude zerstört und Boote beschädigt. Mindestens 70 Menschen, Stand 1. November, verloren ihr Leben, viele hundert wurden verletzt, zum Teil schwer. Die Häfen und Marinas in der Region waren zum Teil erheblich betroffen.

 

Nach dem jetzigen Kenntnisstand traf die vom Erdbeben ausgelöste Flutwelle, ein sogenannter Tsunami, besonders heftig die Teos Marina circa 50 km südwestlich der großen Küstenstadt Izmir. Dort rissen sich ganze Schwimmstege los und die daran festgemachten Yachten wurden mit Ihnen in die große Bucht davor, die mit 10x10sm ähnliche Abmessungen hat wie die Bucht von Palma auf Mallorca, hinausgezogen, andere auch einzeln. Das zeigt unter anderem dieser Videoclip ab Sekunde 20.

 

Man spricht von 70 % der 480 Yachten im Wasser, die auf Drift gingen als der hohe Wasserstand nach der Flutwelle des Tsunamis wieder rapide sank, sagt KA-Repräsentant Yusuf Civelekoglu aus dem türkischen Turgutreis bei Bodrum. Auch an Land verzeichnete die Marina viele Schäden. Alle verbliebenen Boote im Hafen seien von der Marinaleitung gebeten worden, bei der Bergung der in der Bucht treibenden Boote mitzuhelfen. Der große Yachtversicherer Pantaenius mit Hauptsitz in Hamburg erhielt bis zum 1. November zunächst nur eine Schadensmeldung.

 

Focus online schrieb schon kurz nach dem Beben: Das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam informierte … ebenfalls über das “schwere Erdbeben mit einem Tsunami”. Nach GFZ-Berechnungen erreichten die Wellen Höhen von womöglich bis zu drei Metern.  Tilmann Frederik, Seismologe des Zentrums, sagte, das Beben habe sich in einer Gegend mit großer tektonischer Aktivität ergeben. Das letzte Erdbeben dieser Stärke habe es in der Gegend in den 1950er Jahren gegeben.

 

Das Zentrum des Bebens lag circa 20 km von der griechischen Insel Samos südlich von Izmir entfernt und war in Bulgarien, der Türkei, Griechenland und Nordmakedonien zu spüren.