6. Oktober 2021 Allgemeine News, Atlantik

Die Marina im Puerto Tazacorte liegt zwar in Sichtweite des weiterhin sehr aktiven Vulkanausbruchs an der Westseite der Insel La Palma, sie kann aber weiterhin mit Booten angelaufen und verlassen werden. Wo südlich des Hafens die Lava ins Meer fließt, patrouillieren Schiffe der Küstenwache.

 

Wie Olmo Hornero Calvo, Hafenkapitän von Puerto Tazacorte, an die DSV Kreuzer-Abteilung berichtet, ergießt sich die Lava circa 2 sm südlich vom Yachthafen ins Meer. Dort hat sie wegen der schieren Masse des Eruptivmaterials schon eine Halbinsel gebildet. „Die Marina ist aber nicht in Gefahr und wird normal betrieben“, so Hornero. „Yachten können ein- und ausfahren.“ Es gebe auch keine Einschränkungen für die Crews und auch an Land herrsche wieder weitgehend Normalität.

 

Rund um das Gebiet, wo die Lava ins Meer fließt, sind Forschungsschiffe und Schiffe der spanischen Küstenwache im Einsatz. Dort gibt es auch ein temporäres Sperrgebiet.

Spanien/Kanarische Inseln:  Puerto Tazacorte auf La Palma ist offen

Quelle: Ministerio de Transportes, Movilidad y Agenda Urbana

La Palma bildet zusammen mit der Insel El Hierro den östlichen Rand des Archipels Kanarische Inseln im Atlantik vor dem Nordwesten Afrikas. Ein halbes Jahrhundert hat es hier keinen Vulkanausbruch mehr gegeben, doch diese Phase der Ruhe ist seit dem 19. September 2021 vorbei. Nach zahlreichen kleinen Erdbeben öffnete sich ein Schlot im fast 2.000 m hohen und circa 14 km langen Höhenrücken Cumbre Vieja. Experten glauben, dass der Ausbruch noch einige Wochen andauern kann.

 

Autor: Martin Muth