26. Juni 2019 Allgemeine News, Umwelt

Das Projekt COMPLETE hat unter anderem zum Ziel, die Einschleppung und Verbreitung von gefährlichen aquatischen Organismen und Krankheitserregern durch die Schifffahrt mit der Entwicklung von einheitlichen und adaptiven Managementstrategien für den Ostseeraum zu minimieren. Denn aus anderen Seegebieten eingeschleppte Arten bedrohen und verdrängen die einheimische Tier- und Pflanzenwelt. In Deutschland ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit der Durchführung einer Umfrage innerhalb des Projektes betraut und ruft Bootsbesitzerinnen und Bootsbesitzer zur Teilnahme auf.

 

Das Projekt COMPLETE steht für „Completing management options in the Baltic Sea Region to reduce risk of invasive species introduction by shipping“ und ist ein EU-Interreg Baltic Sea Region Projekt, an dem 12 Partner aus 7 Ostsee Anrainerstaaten beteiligt sind. Es adressiert u.a. das Thema Biofouling im Sportbootsektor. Dazu werden verschiedene Studien durchgeführt und Informationen sowie Daten zu Biofouling-Potenzial, Antifouling-Strategien, Reinigungsverfahren und Reinigungsanlagen sowie Best Practices zusammengetragen und ausgewertet.

 

Die Untersuchungen dienen dem Ziel, in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Interessensvertretern aktuelles Wissen zu sammeln und darauf aufbauend nutzerorientierte Instrumente für ein effizientes Biofouling-Management im Ostseeraumraum zu entwickeln.

Hierfür ist die Zusammenarbeit mit den Bootseignern und lokalen Marinas von großer Bedeutung:

Das BSH ruft daher dazu auf, sich an der Studie zu beteiligen und sich zehn Minuten Zeit zu nehmen, um an der folgenden Umfrage↗ teilzunehmen.

Die Umfrage und Datenerfassung sind anonym

 

Wer Interesse hat, mit dem COMPLETE Projektteam in Kontakt zu treten oder weitere Informationen wünscht, wendet sich gerne an: Annika Krutwa (biofouling@bsh.de).


Mehr zum Thema:

Welche Auswirkungen die Einschleppung invasiver gebietsfremder Arten haben kann, lesen Sie in unserem Bericht „Ein ‚Kampf gegen Windmühlen‘ – Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten“ vom 30.08.2018.

Und schauen Sie gerne auch in die Leitlinien der International Maritime Organisation (IMO) für den Wassersport zur Verminderung des Einschleppens fremder Arten an Schiffsrümpfen↗. Mit Hilfe dieser Leitlinien kann jeder Wassersportler dazu beitragen, die  Einschleppung fremder Wasserorganismen zu vermindern. Der Deutsche Segler-Verband bittet deshalb alle Seglerinnen und Segler, diese Hinweise umzusetzen.