11. Oktober 2021 Allgemeine News, Mittelmeer

Im Nordwesten Sardiniens gibt es für Sportboote mit bis zu 2,50 m Tiefgang die Fornelli-Passage, die den Weg um die nördlich vorgelagerte Insel Asinara herum erspart und damit circa 25 sm. Man kann auch den gleich südlich liegenden Passaggio della Pelosa nehmen, aber besser nur bei Tageslicht.

 

Die beiden Passagen liegen gerade 1 sm auseinander, nämlich nördlich bzw. südlich der Isola Piana zwischen dem sardischen Inselfestland und der Isola Asinara.

 

Nördlich befindet sich die Fornelli-Passage. Sie wird markiert durch zwei Richtfeuer, wobei die Unterfeuer Blinkfeuer tragen. So lässt sich die Passage auch in der Dämmerung oder gar bei Dunkelheit machen, jedoch dann nur bei ruhigem Wetter, denn es ist hier zusätzlich auf zum Teil quersetzenden Strom zu achten. Die geringste Wassertiefe der Passage liegt mit circa 3 m im westlichen Teil zwischen dem Felsen Isolotto Bocca und der Isola Piana. Stärkere West- oder Ostwinde verursachen in der Fornelli-Passage neben Strom auch Wasserstandsänderungen, die dazu führen können, dass die Mindestwassertiefe von 3 m unterschritten wird.

 

Die Durchfahrt Passaggio della Pelosa findet man südlich der Isola Piana. Obwohl der Pass selbst deutlich tiefer ist, sollten ihn Yachten, die südlich der Isola Piana passieren wollen, nur mit maximal 2,50 m Tiefgang nutzen, denn die Wasserflächen und der wunderschöne Ankerraum dort sind untief. Die Passage erfolgt grob in Nord-Süd-Richtung. Sie ist nicht befeuert. Es setzt meist ein starker Strom. Durchfahren also am besten nur bei guter Sicht und Ausguck am Bug. Auf der Westseite der Passage sind austauchende Felsen und auf der Ostseite überspülte Felsen zu beachten.

 

Autor: Martin Muth