10. März 2021 Allgemeine News

Welcher Wassersportler freut sich nicht über frei zugängliches und kostenloses Kartenmaterial. Eine schöne Quelle gibt es auch über den hydrographischen Dienst Frankreichs, kurz SHOM. Auf deren Webseite kann man sich rund um die Welt navigieren und findet je nach Region selbst kleine Details.

 

Frankreich:  Weltweite Seekarten online

Quelle: DATA.SHOM.FR

Am genauesten sind die Darstellungen von den Fachleuten aus dem küstenreichen Nachbarland naturgemäß wo es um die eigenen Gewässer geht. Dazu zählen neben denen am Mittelmeer (inklusive der Insel Korsika) die am Englischen Kanal, dem Atlantik und Pazifik mit den dortigen Überseegebieten. Dort liegen gern besuchte Ziele bei Blauwasserseglern, wie Martinique und Guadeloupe in der Karibik einerseits, und Inseln wie Tahiti und Bora-Bora in Französisch-Polynesien andererseits.

 

Aufzurufen ist das Online-Seekartenangebot über diesen Link↗.

 

Einmal geladen, lassen sich auf dieser Internet-Präsenz auch Distanzen messen. Zudem gibt es für ausgewählte Orte an den Küsten Vier-Tage-Vorhersage mit Angaben zu Wind, Wellen und Oberflächenströmung.

 

SHOM ist nach eigenen Angaben die Nachfolge-Organisation des ersten offiziellen hydrografischen Dienstes der Welt (von 1720) und eine öffentliche Verwaltungseinrichtung unter der Aufsicht des Ministeriums der Streitkräfte. Es ist der öffentliche Betreiber für geografische Referenzinformationen zur See und an der Küste. SHOM beschäftigt 540 Personen, nicht mitgezählt die Besatzungen von Spezialschiffen. Das Jahresbudget beträgt 58 Mio. EUR. Man gibt 870 Seekarten auf Papier heraus und 750 elektronische Navigationskarten.

 

Autor: Martin Muth