28. Oktober 2020 Allgemeine News, Sonstige Reviere

Mit einem Investitionsvolumen von 300 Mio. € ersetzt das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin seit Mai 2008 das seit dem Jahr 1934 betriebene Schiffshebewerk Niederfinow durch einen Neubau. 2021 könnte es in Betrieb gehen, jetzt wurde der Untere Vorhafen fertig – und blieb im Kostenrahmen.

 

Am 27.10.2020 erfolgte die Bauabnahme für den als Einzelauftrag vergebenen Unteren Vorhafen. Hier wurden seit Mai 2017 Bauleistungen für rund 18 Mio. € ausgeführt. Die Fertigstellung dieses Teilbauvorhabens erfolgt qualitäts- und budgetgerecht sowie rechtzeitig vor dem Beginn des Probebetriebes für die neue Schiffshebewerksanlage, teilt das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin mit.

 

„Die Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG aus dem niedersächsischen Papenburg hat als Auftragnehmer erneut gezeigt, wie man große Bauvorhaben anforderungsgerecht ausführen kann“, stellt Rolf Dietrich als Leiter des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin erfreut fest.

 

Schiffshebewerk Niederfinow

Unterer Vorhafen Niederfinow

 

Für den Neubau des Schiffshebewerkes (Havel-Oder-Wasserstraße, km 77,89) läuft noch die technische Inbetriebsetzung der einzelnen Anlagenteile. Die mit der General-Ausführung beauftragte Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Neues Schiffshebewerk Niederfinow hatte den Abschluss der Inbetriebsetzung zuletzt für den Jahreswechsel 2020/21 in Aussicht gestellt. Danach ist ein Probebetrieb mit bis zu 500 Trogfahrten vorgesehen. Ein Termin für die Verkehrsfreigabe des neuen Schiffshebewerkes soll erst festgelegt werden, wenn der Probebetrieb erfolgreich angelaufen ist. Mit der Verkehrsfreigabe für das neue Schiffshebewerk können auf der Wasserstraßen von Berlin nach Stettin bis zu 110 m lange Wasserfahrzeuge verkehren (aktuell max 82m).