6. Oktober 2021 Allgemeine News, Ostsee

Die Offshore-Bauarbeiten für die feste Fehmarnbelt-Querung haben im Juli 2021 begonnen und werden bis 2027 andauern. Sie werden entlang der Tunneltrasse zwischen Rødbyhavn (Dänemark) und Puttgarden (Deutschland) ausgeführt.

Dafür werden östlich von Rødbyhavn und östlich von Fehmarn zunächst Arbeitshäfen errichtet. Dann wird ein Tunnelgraben für die vorgefertigten Tunnelelemente ausgehoben. Wenn die Tunnelelemente fertig sind, werden sie von den Arbeitshäfen zur Absenkposition in den Fehmarnbelt geschleppt. Das kann zu zeitweisen Einschränkungen für die Schifffahrt führen.

Die leitende Baufirma Femern A/S hat deshalb eine Broschüre mit Informationen für die Schifffahrt erstellt, um Nautiker und Skipper über Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zu informieren. Die Broschüre ist in drei Sprachen und in einer für Mobiltelefone optimierten digitalen Version auf der Website von Femern↗ verfügbar.

Gedruckte Exemplare der Broschüre können auch per E-Mail (marops@femern.dk) unter Angabe der Anzahl und  der gewünschten Sprache angefordert werden.

Für die Bauarbeiten werden teilweise veränderliche Arbeitsbereiche eingerichtet. Die Arbeitsbereiche werden mit Sperrgebietstonnen markiert. Die jeweils aktuellen Positionen der Sperrgebiete werden über die Nautischen Veröffentlichungen der Schifffahrtsbehörden bekanntgegeben (z.B. Nachrichten für Seefahrer und VTS). Schiffsführer werden gebeten, ihre Seekarten auf dem aktuellen Stand zu halten.  Die aktuellen Meldungen findet man zum Beispiel bei www.elwis.de↗.

Zur Vekehrssicherung wird außerdem ein Vessel Traffic Service eingerichtet. Allen Schiffen, die in den VTS-Bereich einfahren, wird  dringend empfohlen sich bei “Fehmarnbelt Traffic” auf UKW-Kanal 68 zu melden.

Der rund 18 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel soll voraussichtlich ab 2029 als feste Fehmarnbelt-Querung die Ostseeinsel Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden. Für die Baukosten von geschätzt 7,1 Milliarden Euro kommt Dänemark alleine auf. Deutschland muss die Kosten für die Straßen- und Schienenanbindung auf deutscher Seite in Höhe von geschätzt 3,5 Milliarden Euro tragen.

Der Deutsche Segler-Verband wird durch den Leiter der DSV Kreuzer-Abteilung in der Femern A/S Maritime Coordination Group (MCG) vertreten. Diese Gruppe kommt in regelmäßigen Abständen mehrmals im Jahr zusammen und wird durch die Femern A/S über den Baufortschritt, aktuelle Maßnahmen und Vorfälle informiert, darüber hinaus berät die MCG aus Ihren jeweiligen Fachgebieten.

Autorin: Marlis Bruse