14. August 2019 Allgemeine News, Umwelt

Heute hieß es auf der Malizia II: Anker lichten und Segel setzen – auf Kurs New York. Mit etwas Verspätung, da es im Hafen von Plymouth zum geplanten Startzeitpunkt um 15:00 Uhr extrem windig war, wagt Greta Thunberg das große Abenteuer einer Atlantik-Überquerung. Um möglichst klimaneutral zum UN-Klimagipfel zu reisen, verzichtet sie auf jeglichen Komfort. Folgen Sie Greta auf Ihrem ersten Segeltörn – im Zeichen des Klimaschutzes

 

Atlantikroute von Greta Thunberg

 

Ohne Komfort über den Atlantik

So sieht die Route der Malizia II über den Atlantik nach New York aus (s. Grafik) – geplante Reisezeit: rund 14 Tage. Schlechtes Wetter in Plymouth verzögerte allerdings den Start. Greta Thunberg verzichtet für diese Reise auf jeglichen Komfort: Als Toilette dient ein blauer Plastikeimer. Die Schlafmöglichkeiten sind eng und begrenzt. Zum Essen gibt es Gefriergetrocknetes. All diese Entbehrungen nimmt junge Klimaaktivistin in Kauf, um möglichst klimaneutral nach Amerika zu gelangen. Dort hat sie zahlreiche Termine geplant: Zu den Stationen der Schwedin gehören der Klimagipfel der Vereinten Nationen am 23. September in New York und die jährliche UN-Klimakonferenz in Chile im Dezember. Außerdem will Thunberg an Klimademonstrationen teilnehmen.

 

Segeln für den Klimaschutz

Profisegler Boris Herrmann ist bekennender „Greta-Fan“. Er hatte sie im März auf einer „Fridays for Future“- Demonstration in seiner Wahlheimat Hamburg kennengelernt und ihr angeboten, sie nach New York zu bringen. Vor dem Start sagte Herrmann: „Wir sind nur wegen dieses großartigen Mädchens namens Greta hier. Ich bin stolz auf ihre Führungskraft und darauf, sie über den Atlantik bringen zu dürfen.“
Das Team Malizia setzt sich ebenfalls für den Klimaschutz ein und hat die Malizia Ocean Challenge↗ entwickelt. Ein Projekt, das Schülerinnen und Schülern für den Meeres- und Klimaschutz sensibilisiert und die Wissenschaft durch An-Bord-Messungen des CO2- und Salz-Gehalts der Ozeane auf allen Routen der Hochseeyacht unterstützt. Die Daten werden vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und dem Kieler Helmholtz-Zentrum für Meeresforschung, Geomar, ausgewertet, um die Bedeutung für den Klimawandel besser zu verstehen.

 

Verfolgen Sie die Reise der Malizia II nach New York im Live-Tracker: https://www.borisherrmannracing.com/a-race-we-must-win/

 

 

 

Titelbild: Malizia II – Boris Herrmann and Pierre Casiraghi segeln mit Greta Thunberg über den Atlantik #UniteBehindTheScience © Andreas Lindlahr