Auszug für Rennkategorie 4 Mehrrumpfboote (Multihulls)
Januar 2016 – Dezember 2017, enthält Updates vom Januar 2017
© ORC Ltd. 2002, Ergänzungen 2003 – 2017 © World Sailing Limited © ORC Ltd. 2002, Ergänzungen 2003 – 2017 © World Sailing Limited
Version 0.3 – 03. März 2017   Version 0.3 – 03. August 2017
Da es sich hier um einen Auszug handelt, sind nicht alle Absatznummern vorhanden
Copyright
Beim Nachdrucken dieser Vorschriften müssen die nationalen Mitgliedsverbände und die Regattaveranstalter:
• eine Abdruckgenehmigung von World Sailing und ORC Ltd einholen (wird normalerweise kostenlos erteilt)
• eine urheberrechtliche Angabe machen (ähnlich wie © ORC Ltd. 2002, Ergänzungen 2003–2017 © World Sailing Limited)
• Änderungen durch das Löschen von anderslautenden Bestimmungen vornehmen und darauf hinweisen, dass Änderungen vorgenommen wurden
• der World Sailing und ORC Ltd eine Kopie des Nachdrucks zur Verfügung stellen
Offizielle Interpretationen haben den Vorang vor diesen Special Regulations (Hochsee-Sicherheitsvorschriften) und werden auf der World-Sailing-Webseite www.sailing.org/specialregs indiziert, nummeriert, datiert und veröffentlicht
Sprache & verwendete Abkürzungen
Mo – Monohull (Einrumpfboot)
Mu – Multihull (Mehrrumpfboote)
“ ** “ bedeutet, der Eintrag gilt für alle Bootstypen in allen Kategorien außer den Kategorien 5 und 6, welche in Anhang B und Anhang C behandelt werden.
ROTE SCHRIFT weist auf wichtige Änderungen in den Jahren 2016 und 2017 hin
Erläuterungen und Empfehlungen wurden aus den Vorschriften entfernt und sind unter der Adresse www.sailing.org/documents/offshorespecialregs/index.php verfügbar
Die Verwendung der männlichen Form schließt alle Geschlechter ein.
Administration
    Die Offshore Special Regulations werden vom Ausschuss „World Sailing Special Regulations“ administriert, dessen Aufgabenbereich wie folgt aussieht: (www.sailing.org/regulations)
    World Sailing Regulation 6.9.8.3 – Der Ausschuss f“World Sailing Special Regulations muss:
    (a) verantwortlich sein für den Erhalt, die Revision und die Änderungen der World Sailing Offshore Special Regulations, welche Hochseeregatten unter Lizenz der ORC Ltd. regeln. Solche Änderungen müssen im zweijährigen Rhythmus stattfinden, mit der Veröffentlichung der überarbeiteten Version jeweils im Januar eines geraden Jahres; es seid denn, es handelt sich um Themen mit dringendem Charakter, die die Sicherheit beeinträchtigen; darauf kann mit Änderungen der Vorschriften in einer kürzeren Zeitspanne eingegangen werden;
    (b) die Entwicklungen im Bereich Hochseeregatten bezüglich der Sicherheits- und Seetüchtigkeitsstandards überwachen
    Für sämtliche Nachfragen wenden Sie sich bitte per Mail an: technical@isaf.co.uk
Aufgetakelt/montiert zur Demonstration der Nutzung
    Abschnitt 1 – Grundlegendes und Definitionen
  1.01 Zweck und Verwendung
1.01.1 Zweck dieser Offshore Special Regulations (OSR) ist es, für Ein- und Mehrrumpfboote (ausgeschlossen sind Proa-Boote), die an Hochseeregatten teilnehmen, einen einheitlichen Mindeststandard für Ausrüstung, Unterbringung und Training aufzustellen.
  1.01.2 Die OSR ersetzen nicht die behördlichen Anforderungen, die Zertifizierung der Klassifizierungsgesellschaft, die Wettfahrregeln (RRS), die Ausrüstungsregeln (ERS), Klassenregeln oder Wertungssysteme, sondern ergänzen diese.
  1.01.3 Die Verwendung der OSR garantiert nicht die absolute Sicherheit des Bootes und der Besatzung. Besonderes Augenmerk wird auf die Beschreibung von OSRs für Regatten in Küstennähe gelegt, die beinhalten, dass während des gesamten Kurses ein angemessener Schutz und/oder wirksame Rettungsdienste zur Verfügung stehen. Dies ist in strikteren OSR-Kategorien nicht enthalten.
  1.02 Verantwortlichkeit des Schiffsführer/Skippers (verantwortliche Person)
  1.02.1 Gemäß der „Wettfahrregeln Segeln“, RRS Punkt 4, liegt die Verantwortlichkeit für die Teilnahme an einer Regatta bzw. an der Fortführung der Regatta in der Verantwortlichkeit jeder Yacht selbst. Für die Sicherheit der Yacht und der Crew ist einzig und allein der Schiffsführer/Skipper verantwortlich (‚Person in Charge‘), der sicherstellen muss, dass die Yacht vollständig ausgerüstet, uneingeschränkt seetüchtig und mit einer erfahrenen Besatzung bemannt ist, die körperlich in der Lage ist, schlechtes Wetter zu überstehen. Der Schiffsführer/Skipper muss weiterhin eine Person benennen, die in Lage ist, seine Verantwortlichkeiten zu übernehmen, sollte er selbst dazu nicht mehr in der Lage sein.
1.02.2 Weder die Festlegung dieser OSRs, noch deren Nutzung durch die Veranstalter oder die Inspektion der Yacht gemäß dieser Regeln, begrenzt oder verringert in irgendeiner Weise die unbegrenzte Verantwortlichkeit der „verantwortlichen Person“.
  1.02.3 Mit der Teilnahme an einem Rennen unter den OSR, stimmt die verantwortliche Person, jeder Teilnehmer und jeder Schiffseigner einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der Organisationsbehörde und der World Sailing bei der Erstellung eines unabhängigen Vorfallberichts, wie in 2.02 spezifiziert, zu
  1.03 Definitionen, Abkürzungen, Wortgebrauch
1.03.1 Definition der Begriffe, die in diesem Dokument verwendet werden.
Tabelle 1 – Definitionen Tabelle 1
1.03.2 Die im englischen Originaltext verwendeten Begriffe ’shall‘ und ‚must‘ sind als zwingend vorgeschrieben zu verstehen; ’should‘ und ‚may‘ als Empfehlung.
1.03.3 Das Wort „Yacht” gilt als vollständig austauschbar mit dem Wort „Boot”.
ABSCHNITT 2 – Anwendung und Allgemeine Anforderungen
  2.01 Wettkampfkategorien
Der Veranstalter muss aus den folgenden Kategorien wählen, und kann die OSR anpassen, um auf lokale Gegebenheiten einzugehen
  2.01.5 Kategorie 4
Kurze Wettfahrten; in Ufernähe in relativ warmen oder geschützten Gewässern, die normalerweise tagsüber stattfinden.
  2,02 Ereignismeldung
    Der Veranstalter eines Rennens wird feststellen, ob irgendwelche Vorfälle aufgetreten sind, die, falls gemeldet, für die Weiterentwicklung der Offshore-Sonderregelungen, für den Planprüfungsprozess oder für die Erhöhung der Sicherheit wahrscheinlich relevant sind. Der Veranstalter wird sich an alle Richtlinien halten, die von World Sailing in Bezug auf die Ereignismeldung veröffentlicht wurden.
  2,03 Überprüfungen
Ein Boot kann jederzeit überprüft werden. Wenn es diese Bestimmungen nicht erfüllt, kann die Teilnahme verweigert werden oder es kann Gegenstand von Protesten sein
  2,04 Allgemeine Anforderungen
Die gesamte Ausrüstung muss einfach zugänglich, angemessen in der Größe und Funktion sein 2.04.1 Die gesamte durch die OSR geforderte Ausrüstung muss:
a) ordnungsgemäß funktionieren
b) regelmäßig kontrolliert, gereinigt und gewartet werden
c) bei Nichtgebrauch so verstaut werden, dass sie vor Verfall geschützt ist
d) schnell zugänglich sein
e) nach Art, Größe und Kapazität geeignet und angemessen für den beabsichtigen Gebrauch und die Größe der Yacht sein.
Schwere Gegenstände sind fest eingebaut oder sicher befestigt. 2.04.2 Schwere Gegenstände müssen fest eingebaut oder sicher befestigt sein
ABSCHNITT 3 – BAUTECHNISCHE MERKMALE, STABILITÄT, FIXIERTE AUSRÜSTUNG
Ein Boot muss sein/haben:
  3.01 Festigkeit der Bauart und des Riggs
das Boot ist robust gefertigt, seetüchtig und wasserdicht 3.01.1 ordnungsgemäß geriggt und vollständig seetüchtig sein, und die Bestimmungen der OSR erfüllen
3.01.2 Ausgestattet mit Wanten und mindestens einem Vorstag, der mit dem Mast und dem Boot während des Rennens verbunden bleiben muss.
  3.02 Wasserdichte Einheit des Bootes
3.02.1 Grundsätzlich wasserdicht, und alle Öffnungen müssen sofort gesichert werden können. Schwert- und Kielkästen dürfen nicht nach innen Richtung Rumpf öffnen, bis auf eine wasserdichte Wartungsluke, deren Öffnung komplett oberhalb der Wasserlinie liegen muss.
  3.05 Stabilität und Auftrieb – Mehrrumpfboote
3.05.1 Wasserdichte Schotten und Abteilungen (die fest eingebautes Auftriebsmaterial enthalten können) müssen in jedem Rumpf vorhanden sein, um sicherzustellen, dass das Boot praktisch unsinkbar ist und auch dann noch in einer stabilen Position treibt, wenn ein Rumpf mindestens über die Hälfte der Länge geflutet ist (siehe OSR 3.13.2).
Transversale wasserdichte Schotten von max. 4 m Breite in Rümpfen ohne Wohneinrichtung 3.05.2 Transversale wasserdichte Schotten in Abständen von nicht mehr als 4 m (13’-3”) in jedem Rumpf ohne Wohneinrichtung, wenn die Erstwasserung der Baureihe nach 1998 war.
3.05.3 Konstruiert und gebaut, um dem Kentern zu widerstehen.
  3.07 Ausgänge und Notausstiege – Mehrrumpfboote
  3.07.1 Ausgänge
Mindestens 2 Ausgänge in jedem Rumpf mit Wohneinrichtung wenn die Rumpflänge mehr als 8 m ist. 3.07.1 Mindestens zwei Ausgänge in jedem Rumpf mit Wohneinrichtung bei einer Rumpflänge von 8 m (26’-3″) oder länger.
  3.07.2 Notausstiege, Verankerungen auf der Unterseite & Haltegriffe
a) Falls die Rumpflänge 12 m (39’-4”) oder mehr beträgt, muss jeder Rumpf mit Wohneinrichtung:
i für den Fall des Kenterns einen Notausstieg für den Zugang zum und vom Rumpf haben;
ii einen Mindestdurchmesser für jede Notausstiegsluke von 450 mm (18″) haben oder, falls der Notausstieg nicht rund ist, eine ausreichende Öffnung, durch die ein Crewmitglied in voller Bekleidung hindurchpasst, falls die Erstwasserung nach 2002 war.
iii jede Notausstiegsluke im Falle einer Kenterung oberhalb der Wasserlinie liegen.
iv jede Notausstiegsluke an oder nahe der Mittschiffposition liegen, falls die Erstwasserung nach 2000 war.
v jede Notausstiegsluke sich auf der Seite, die am nächsten zur Zentralachse eines Katamarans ist, befinden; bei Erstwasserung nach 2002.
Mindestens 2 Notausstiegsluken in jedem Rumpf mit Wohneinrichtung 3.07.2 b) bei einem Trimaran müssen mindestens zwei Notausstiegsluken in Übereinstimmung mit den Bemaßungen in OSR 3.07.2.a) vorhanden sein, falls die Rumpflänge 12 m (39’-4”) und größer ist, wenn die Erstwasserung nach 2002 war.
c) Jede Notausstiegsluke muss innerhalb von 6 Monaten vor dem Rennen von innen und von außen geöffnet worden sein.
Haltegriffe und Verankerungen auf der Unterseite des Bootes 3.07.2 d) angemessene Handläufe/Einhakpunkte auf der Unterseite, ausreichend für alle Crew-Mitglieder besitzen (auf einem Trimaran sollten sich diese um den mittleren Rumpf befinden).
e) Ein Katamaran mit zentralem Fahrkorb, der „Nacelle“, mit Erstwasserung nach 2002, muss auf der Unterseite der zentralen Nacelle über eine ausreichende Anzahl von Haltegriffen verfügen, damit sich alle an Bord befindlichen Personen daran sicher festhalten/einhaken können.
3.07.3 bei einer Rumpflänge kleiner als 12 m (39’-4”) müssen entweder Notausstiegsluken in Übereinstimmung mit ORC 3.07.02 a),b) und c) vorhanden sein, oder
a) in jedem Rumpf, der eine Wohneinrichtung enthält, ein Stelle besitzen, in die eine Zugangsluke aus dem Rumpf herausgeschnitten werden kann. Die Schnittlinie muss von außen und innen klar mit einem Umriss gekennzeichnet und den Worten „Notausstieg hier schneiden“ (ESCAPE CUT HERE), und
b) passendes Werkzeug, mit dem eine Zugangsluke aus dem Rumpf herausgeschnitten werden kann, muss in der Nähe der beabsichtigten Stelle zum sofortigen Gebrauch bereitgehalten werden. Jedes Werkzeug muss mit einer Sicherungsleine am Boot befestigt sein .
  3.08 Luken & Niedergänge
Bug-Luken dürfen sich nur nach Außen öffnen 3.08.1 Lukendeckel vor der größten Breite dürfen sich nicht in das Innere des Bootes öffnen lassen, ausgenommen Luken in der Seite von Decksaufbauten mit einer Größe von weniger als 0,071 m² (110 in²).
Bullaugen, die sich nach innen öffnen, müssen mit „NOT TO BE OPENED AT SEA“ gekennzeichnet werden. 3.08.2 Luken, die dem Punkt 3.08.01 nicht entsprechen, müssen deutlich gekennzeichnet und gemäß der folgenden Anweisung „NOT TO BE OPENED AT SEA“ genutzt werden.
bei einer Krängung von 90° oberhalb der Wasserlinie liegen und im Falle des Kenterns noch benutzbar sein. 3.08.3 Ein Luke, einschließlich Luken über einem Spind müssen:
a) dauerhaft befestigt und sofort verschließbar sein und auch bei einer 180°-Kenterung fest verschlossen bleiben.
3.08.4 Luken im Niedergang
a) müssen mit einer starken Sicherheitsvorrichtung ausgestattet sein, die auch im Fall einer Kenterung von innen und außen bedient werden kann.
b) Sperrvorrichtung:
i muss in der Lage sein, bei geöffneter und geschlossener Luke gesichert in Position zu bleiben.
Müssen mit einer Luken-Sperrvorrichtung versehen sein und in Position gesichert werden. 3.08.4 b) ii muss während der Dauer der Regatta mit dem Boot verbunden sein (z.B. durch ein Sicherungsseil o.ä.).
iii erlaubt auch nach Kenterung den Ausstieg.
3.08.7 Bei einem Mehrrumpfboot mit einer Niedergangsluke unterhalb der Hauptdeckslinie muss:
a) diese eine minimale Süllhöhe von 300 mm (12″) haben und in der Lage sein, bis zur lokalen Deckslinie versperrt zu werden, während mit aktivierter Sperrvorrichtung der Zugang zum Inneren ermöglicht wird, oder
muss diese alle Anforderungen der ISO 11812 für die Design-Kategorie B erfüllen
  3.09 Cockpits
Cockpit ist robust, wasserdicht und erfüllt die OSR-Vorschriften für Größe und Abfluß 3.09.1 Cockpits müssen in allen Krängungswinkeln schnell selbstlenzend und fester Bestandteil des Bootes sein.
3.09.2 Ein Cockpitboden muss sich 2 % von LWL über der Wasserlinie befinden (oder in IMS-Booten mit Erstwasserung vor 2003; mindestens 2 % Rumpflänge über der Wasserlinie).
3.09.3 Eine Bug-, seitliche oder zentrale oder Heckvertiefung ist ein Cockpit im Sinne der OSR-Vorschrift 3.09.
  3.09.7 Cockpit-Volumen
Das maximale kombinierte Volumen unterhalb des niedrigsten Cockpitsülls darf:
Erstwasserung vor April 1992: 9 % (LWL x maximale Breite x Freibord am Cockpit) nicht überschreiten.
b) Erstwasserung nach März 1992: Wie oben für die entsprechende Kategorie, außer dass das niedrigste Cockpitsüll nicht hinter FA berücksichtigt wird und dass das Cockpit hinter dem Arbeitsdeck nicht in die Berechnung des Cockpitvolumens eingehen darf.
  3.09.8 Cockpit-Abflüsse
Querschnitte von Cockpit-Abflüssen mit ungehindertem Durchfluss (nach Berücksichtigung eventuell eingebauter Abdeckungen) müssen mindestens folgende Größen haben:
a) 2 x 25 mm (1”) Durchmesser oder gleichbedeutende Größe für ein Boot mit weniger als 8,5 m (28’) Rumpflänge .
b) 4 x 20 mm (3/4”) Durchmesser oder gleichbedeutende Größe für ein Boot mit 8,5 m (28’) Rumpflänge oder größer.
  3.10 Seeverschlüsse oder Ventile
Seeverschlüsse oder Ventile an Öffnungen unter der Wasserlinie 3.10.1 Fest eingebaute Seeverschlüsse oder Ventile für alle Öffnungen im Rumpf unterhalb der Wasserlinie, mit Ausnahme von eingebauten Speigatten und Rumpfdurchlässe für Werkzeuge.
  3.11 Schotwinschen
Schotwinschen müssen derart eingebaut sein, dass der Bediener sich nicht unterhalb des Decksniveaus aufhalten muss.
  3.12 Mastspur
Mastfuß eines auf dem Kiel stehenden Masts ist an der Konstruktion gesichert 3.12.1 Der Mastfuß eines auf dem Kiel stehenden Masts muss sicher an der Mastspur oder den angrenzenden Bauteilen befestigt sein.
  3.13 Wasserdichte Schotten
Kollisionsschott 3.13.1 Entweder muss der Rumpf mit einem wasserdichten Kollisionsschott nicht weiter als 15 % der Rumpflänge vom Bug entfernt, jedoch hinter dem vorderen Ende der LWL versehen sein, oder im vorderen Bereich des Schiffes über eine Länge von 30% der Rumpflänge mit einem fest eingebauten geschlossenzelligen Schaumstoff als Auftriebskörper versehen sein.
3.13.2 Jedes geforderte wasserdichte Schott muss so stark gebaut sein, dass es dem vollen Wasserdruck standhalten kann und keine Leckage in die benachbarten Abteilungen zulässt.
  3.14 Bug-/Heckkörbe, Relingstützen, Relingdurchzüge
Doppelte Relingdurchzüge & Bug/Heckkörbe, umgeben das gesamte Deck, 600 mm hoch 3.14.1 Umfang des Decks, eingerahmt von einem System von Relingdurchzügen und Bug/Heckkörben wie folgt:
a) Durchgängige Relingdurchzüge, nur an (oder in der Nähe) von Bug und Heck befestigt. Es ist jedoch auf jeder Seite des Bootes eine Pforte erlaubt. Außer an den Endanschlüssen und an den Durchgängen darf die Bewegung einer Rettungsleine in einer Vorwärts- und Rückwärtsrichtung nicht eingeschränkt werden. Vorrübergehend angebrachte Schutzhüllen dürfen die Spannung im Relingdurchzug nicht verändern.
b) Minimale Höhe der Relingdurchzüge und der Heck-/Bugkörbe über dem Arbeitsdeck und vertikalen Öffnungen:
i obere: 600 mm (24”)
ii mittlere: 230 mm (9”)
iii Vertikale Öffnung: nicht größer als 380 mm (15″), außer auf einem Boot mit Erstwasserung vor 1993, wo sie nicht größer als 560 mm (22″) sein darf.
iv ein Boot mit einer Länge von 8,5 m (28″) Rumpflänge kann einen einzigen Relingdurchzug verwenden, mit einer Höhe zwischen 450 mm (18″) und 560 mm (22″).
c) Relingdurchzüge müssen dauerhaft in Abständen von nicht mehr als 2,2 m (7′-2 1/2 „) angebracht werden und dürfen nicht außerhalb der Relingstützen verlaufen.
d) Bug/Heckkörbe und Relingstützen müssen fest angebracht werden und mechanisch in deren Grundplatten befestigt sein.
e) Die Außenseite der Hülsen oder Fußbeschlägen von Bug-/Heckkörben und Relingstützen dürfen nicht weiter innenbords von der Kante des Arbeitsdecks liegen als 5% von BMAX oder 150 mm (6 in), je nachdem, welcher Wert größer ist.
f) Relingstützen müssen gerade und vertikal sein, außer:
i innerhalb der ersten 50 mm (2″) über Deck durfen Relingstützen horizontal nicht mehr als 10 mm (3/8″) von der Grundplatte versetzt sein.
ii Relingstützen dürfen an keinem Punkt oberhalb von 50 mm (2″) um mehr als 10° von der Senkrechten des Decks abgewinkelt sein.
g) Ein Bugkorb kann offen sein, vorausgesetzt die Öffnung zwischen dem Korb und jedem Teil auf dem Boot ist nicht größer als 360 mm (14″).
Abbildung 2 - Diagramm zeigt Bug-/Heckkorb-Öffnung.Abbildung 2 – Diagramm zeigt Bug-/Heckkorb-Öffnung.
h) Relingdurchzüge können an entsprechend verstrebten und durch den Bugkorb hindurchgehenden Relingstützen enden oder durch diese hindurchgehen,
i) Wenn eine Umlenkkraft von 4 kg (8,8 #) auf einen Relingdurchzug am Mittelpunkt der längsten Spannweite zwischen Stützen, die hinter dem Mast liegen, angewendet wird, darf die Auslenkung folgendes nicht überschreiten:
i 50 mm (2″) für einen oberen oder einzelnen Relingdurchzug.
ii 120 mm (4 ¾”) für einen Zwischenrelingdurchzug.
  3.14.2 Spezielle Anforderungen an Bug/Heckkörbe, Relingstützen und Relingdurchzüge auf Mehrrumpfbooten
Wenn, gegeben durch die individuelle Form eines Mehrrumpfbootes, die präzise Einhaltung der OSR in Bezug auf Bug-/Heckkorb, Relingstützen und Relingdurchzüge nicht umsetzbar ist, müssen die Vorschriften für Einrumpfboote so gut wie möglich erfüllt werden.
3.14.3 Ersatznummer
3.14.4 Ersatznummer
3,14.5 Ersatznummer
  3.14.6 Anforderung an Relingdurchzüge
  3.14.6 a) Relingdurchzüge entweder aus:
  3.14.6 a) i gelitztem nichtrostendem Stahldraht.
  3.14.6 a) ii HMPE (z.B. „Dyneema“).
3.14.6 b) Der Mindestdurchmesser ist in der Tabelle 8 festgelegt:
3.14.6 c) Relingdurchzüge aus nichtrostendem Stahl müssen unbeschichtet und ohne enganliegende Schützhülle genutzt werden, es kann jedoch eine temporäre Schutzhülle angebracht werden, vorausgesetzt, diese wird regelmäßig für Inspektionen entfernt.
3.14.6 d) Eine Sicherungsleine aus synthetischem Seil kann für die Befestigung der Relingdurchzüge verwendet werden, vorausgesetzt, die zu überbrückende Lücke ist nicht länger als 100 mm (4″). Die Sicherungsleine muss einmal jährlich ersetzt werden.
3.14.6 e) Sämtliche Komponenten des Relingsystems, müssen mindestens die Bruchfestigkeit des vorgeschriebenen Relingdurchzugs besitzen.
3.14.6 f) Sollte HMPE verwendet werden, muss es vor Abrieb geschützt und in Übereinstimmung mit den Herstellervorgaben gespleisst werden.
Tabelle 8 – Mindestdurchmesser Tabelle 8
  3.15 Netze oder Trampoline bei Mehrrumpfbooten
3.15.1 Die Begriffe „Netze“ und „Trampoline“ sind austauschbar. Ein Netz muss:
3.15.1 a) im Wesentlichen horizontal sein.
3.15.1 b) aus haltbarem Gewebe, wasserdurchlässigem Gewebe oder Mesh mit Öffnungen, die nicht größer als 5 cm (2 „) in jeder Dimension sind, bestehen. Verankerungspunkte sollten so geplant werden, dass Abrieb vermieden wird. Die Verbindung zwischen einem Netz und einem Boot darf kein Risiko einer Fußfalle darstellen.
3.15.1 c) solide in regelmäßigen Abständen auf quer und längs verlaufende Hilfsleinen befestigt und muss an ein Liektau gesteppt werden.
3.15.1 d) muss in der Lage sein, das Gewicht der gesamten Crew zu tragen, entweder in normaler Arbeitssituation oder wenn das Boot gekentert ist.
  3.15.2 Trimarane mit doppelten Querträgern
3.15.2 Ein Trimaran mit doppelten Querträgern muss Netze auf jeder Seite haben, die folgendes abdecken:
3.15.2 a) den Bereich, der von Querträgern, mittlerem Rumpf und Ausleger gebildet wird.
3.15.2 b) Die Dreiecke, die durch das hintere Ende des zentralen Bugkorbs den Mittelpunkt jedes vorderen Querträger und die Kreuzungspunkte zwischen Querträger und zentralem Rumpf gebildet werden.
3.15.2 c) die Dreiecke, die durch den hintersten Teil des Cockpits oder der Steuerposition was auch immer am weitesten achtern ist), den Mittelpunkt hinter jedem Querträger und die Kreuzungspunkte von Querträger und zentralem Schott, außer
3.15.2 d) OSR 3.15.2 (c) stellt keine Anforderung dar, wenn Cockpitsüll und/oder Relingdurchzüge vorhanden sind, die mit den minimalen Höhenanforderungen übereinstimmen gemäß OSR 3.14
  3.15.3 Trimaran mit einem Querträger
Ein Trimaran mit einem einzigen Querträger muss zwischen dem zentralen Rumpf und jedem Ausleger auf jeder Seite zwischen zwei geraden Linien von der Kreuzung des Querträgers und des Auslegers, jeweils auf das hintere Ende des Bugkorbs auf dem zentralen Rumpf und auf die am längsten Punkt der Cockpit- oder Lenkposition auf dem zentralen Rumpf (je nachdem, was am weitesten achtern ist) über Netze verfügen
  3.16 Katamarane
3.16 Auf einem Katamaran soll die gesamte Netzfläche begrenzt sein auf:
3.16 a) seitlich neben den Rümpfen, und
3.16 b) in Längsrichtung durch Querstationen durch die Vorstagbasis und dem hintersten Punkt des Baumes in Schiffslängsrichtung. Jedoch kann ein Katamaran mit einem zentralen Rumpfteil (nicht eingetaucht) die Vorschriften für einen Trimaran erfüllen
  3.18 Toilette
Toilette oder ausgerüstete Pütz, fest installiert 3.18.2 Fest eingebaute Toilette oder entsprechend ausgerüstete Pütz.
  3.19 Kojen
Kojen, fest eingebaut 3.19.2 Fest eingebaute Kojen.
  3.21 Trinkwassertanks & Trinkwasser
  3.21.1 Trinkwassertanks
  3.22 Handgriffe
Handgriffe unter Deck 3.22.1 Unter Deck müssen angemessene Handgriffe angebracht sein.
  3.23 Bilgepumpen und Pützen / Eimer
2 stabile Pützen, jede mit einer Leine und mindestens 9 l Fassungsvermögen 3.23.1 a) Zwei stabile Pützen, jede mit einer Leine und mit einem Fassungsvermögen von mindestens 9 l (2,4 US liq. Gal).
Vorrichtung zum Auspumpen aller wasserdichten Abteilungen (außer mit Schaumgefüllte) 3.23.1 c) Es müssen Vorrichtungen vorhanden sein, um alle wasserdichten Abteilungen leerpumpen zu können (ausgenommen davon sind Abteilungen, die mit wasserundurchlässigen Auftriebskörpern gefüllt sind).
Festeingebaute, bei geschlossenen Luken handbedienbare Bilgepumpe 3.23.2 Jede vorgeschriebene, fest installierte Pumpe muss zu bedienen sein, wenn sämtliche Cockpitklappen, Luken und Niedergänge geschlossen sind und über fest installierte Ablaufrohre mit ausreichendem Fassungsvermögen verfügen.
Bilgepumpe ist weder mit dem Cockpit verbunden noch wird ins Cockpit gelenzt 3.23.3 Bilgepumpen dürfen nicht mit den Cockpitabflüssen verbunden sein und dürfen nicht in ein geschlossenes Cockpit gelenzt werden.
3.23.4 Bilgepumpen müssen für Wartungsarbeiten und das Entfernen von Schmutz gut zugänglich sein.
3.23.5 Alle nicht festmontierten Bilgepumpen müssen mit einer Sicherungsleine befestigt sein.
  3.24 Kompass
Zweiter magnetischer Kompass, kann Handkompass und/oder elektronischer Kompass sein 3.24 a) Fest eingebauter Magnetkompass als Steuerkompass, unabhängig von jeglicher Stromversorgung, korrekt justiert mit Deviationstabelle.
  3.25 Fallen.
Nicht weniger als 2 Fallen pro Mast, jedes in der Lage, ein Segel zu setzen 3.25 mindestens zwei Fallen pro Mast, jedes muss in der Lage sein, ein Segel zu setzen.
  3.27 Navigationsbeleuchtung
Positionslichter, oberhalb der Decksebene, beim Segeln nicht verdeckt 3.27.1 Navigationsbeleuchtung muss oberhalb der Decksebene so montiert werden, dass sie nicht durch Segel oder beim Krängen der Yacht verdeckt wird.
3.27.2 Muss eine Lichtintensität haben, die den Anforderungen der COLREGS (KVR) entsprechen. Bei Verwendung von Glühlampen muss die Mindestleistung wie folgt betragen:
3.27.2 a) Bei einer Rumpflänge kleiner als 12 m (39’-4”), 10 W.
3.27.2 b) Bei einer Rumpflänge von 12 m (39’-4”) und größer, 25 W.
Ersatzglühlampen für Positionslichter (Für LED nicht erforderlich) 3.27.4 Ersatzglühlampen (Nicht erforderlich für LED).
  3.28 Motoren, Generatoren, Treibstoff
  3.28.1 Antriebsmotoren
3.28.1 a) Antriebsmotoren und damit zusammenhängende Systeme müssen in Übereinstimmung mit den Herstellerangaben eingebaut werden und für die Größe und beabsichtigte Nutzung des Bootes geeignet sein.
3.28.1 d) Ein Einbaumotor muss über eine festeingebaute Abgas-, Kühl- und Treibstoffanlage und Treibstofftanks verfügen und muss angemessen vor schwerem Wetter geschützt sein.
  3.28.2 Generator
3.28.2 Wird ein optionaler Generator separat vom Antriebsmotor eingebaut, so muss dies gemäß der Herstellerangaben erfolgen.
  3.29 Kommunikationsgeräte, GPS, Radar, AIS
1 wasserdichtes, tragbares UKW-Funkgerät in einer Notfalltasche verstaut. 3.29.05 ein tragbares UKW-Seefunkgerät, wasserdicht oder mit wasserdichten Abdeckungen. Wenn nicht in Gebrauch, ist es in einer Notfalltasche oder Notfallcontainer zu verstauen (siehe OSR 4.21).
2. Funkgerät mit der Fähigkeit Wetternachrichten zu empfangen, kann das tragbare UKW-Gerät sein 3.29.06 Einen zweiten Funkempfänger, der das in 3.29.5 genannte tragbare UKW-Gerät sein kann; und dazu in der Lage ist, Wetterberichte zu empfangen.
Abschnitt 4 – Tragbare Ausrüstung
Ein Boot muss wie folgt ausgestattet sein:
  4.01 Segelbuchstaben & -nummern
Segelbuchstaben und – nummern gemäß RRS 77 4.01.1 Identifikation auf den Segeln müssen die Anforderungen von RRS 77 und RRS Anhang G erfüllen.
  4.02 Sichtbarkeit für Such- und Rettungsdienste
4.02.1 Eine ausreichende Fläche von sehr gut sichtbarem Pink, Orange oder Gelb.
4.02.2 Ein 1 m² (11 ft²) Bereich von gut sichtbarem Pink, Orange oder Gelb, sichtbar wenn das Boot gekentert ist.
  4.03 Weichholzpflöcke
Konisch angespitzte Weichholzpflöcke neben jedem Rumpfdurchlass 4.03.1 Ein konisch angespitzter Weichholzpflock muss neben jedem Borddruchlass gestaut werden.
  4.04 Strecktaue und Verankerungen
  4.05 Feuerschutzausrüstung
Eine Feuerlöschdecke neben jedem Kochgerät mit einer offenen Flamme 4.05.1 Eine Feuerlöschdecke neben jedem Kochgerät mit einer offenen Flamme.
2 Feuerlöscher an verschiedenen Stellen im Boot 4.05.2 2 Feuerlöscher an verschiedenen Stellen im Boot.
  4.06 Anker
  4.06 1 nicht-modifizierter Anker, der die Anforderungen des Herstellers basierend auf der Größe des Bootes erfüllt, mit einer passenden Kombination von Kette und Trosse, für die sofortige Montage geeignet und bereit zur Anwendung innerhalb von 5 Minuten.
  4.07 Taschenlampe(n) und Suchscheinwerfer
4.07 Wasserdichte Leuchten mit Ersatzbatterien- und -glühbirnen wie folgt:
4.07 c) die wasserdichte Taschenlampe aus OSR 4.07 b) muss in einer Notfalltasche oder einem Notfallbehälter verstaut werden.
  4.08 Erste-Hilfe-Handbuch und Verbandskasten
Erste-Hilfe-Handbuch und Verbandskasten 4.08.1 Erste-Hilfe-Handbuch und -Ausrüstung. Der Inhalt und die Lagerung der Erste-Hilfe-Ausrüstung muss den voraussichtlichen Bedingungen und der Dauer der Reise, sowie der Anzahl der Crewmitglieder entsprechen.
  4.09 Nebelhorn
Nebelhorn 4.09.1 Ein Nebelhorn muss vorhanden sein.
  4.10 Radarreflektor
Radarreflektor 4.10.1 Ein passiver Radarreflektor mit:
Radarzielbereichsverstärker 4.10.1 a) achtflächigem Kreissektor mit einem Mindestdurchmesser 30 cm (12″); oder.
4.10.1 b) achtflächige Rechtecksektoren mit einem Mindestdurchmesser von 40 cm (16″); oder.
4.10.1 c) nicht-achtflächige Reflektoren mit einer nachgewiesenen Radarquerschnittsfläche (RCS) von 2 m² (22 ft²) von 0-360° Azimuth und ±20° bei Krängung.
  4.11 Navigationsausrüstung
Karten (nicht nur elektronisch), Leuchtfeuerliste, Kartenbesteck 4.11.1 Seekarten (nicht nur elektronische), Leuchtfeuerverzeichnis und Kartenbesteck.
  4.12 Übersichtskarte mit Positionen der Sicherheitsausrüstung
Übersichtskarte mit Position der Sicherheitsausrüstung 4.12.1 Eine Karte aus wasserfestem Material mit der Position der Sicherheitsausrüstung muss deutlich sichtbar im Haupt-Wohnbereich der Yacht aufgehängt werden; klar gekennzeichnet mit den Positionen der Hauptbestandteile der Sicherheitsausrüstung.
  4.13 Tiefen-, Geschwindigkeits- und Distanzinstrumente
4.13.2 Ein Echolot muss vorhanden sein.
  4.14 Reservenummer
  4.15 Notsteuerausrüstung
  4.16 Werkzeuge und Ersatzteile
Werkzeuge, Ersatzteile, Methode zum Trennen/Abtrennen von stehendem Gut 4.16.1 Werkzeuge und Ersatzteile, angemessen für die Dauer und Art der Überfahrt.
4.16.2 Eine effiziente Methode zum schnellen Abtrennen von stehendem Gut vom Boot.
  4.17 Bootsname
Bootsname auf schwimmfähiger Ausrüstung 4.17.1 Der Name des Bootes muss auf verschiedenen, schwimmfähigen Ausrüstungsteilen, wie z. B. Rettungswesten, Kissen, Rettungsbojen, Rettungsschlingen, Notfalltaschen usw. vorhanden sein.
  4.18 Selbstreflektierendes Material
Seetaugliches retro-reflektierendes Material auf schwimmfähiger Ausrüstung 4.18 Seetaugliches selbstreflektierendes Material auf Rettungsbojen, Rettungschlingen, Rettungsinseln und Rettungswesten.
  4.19 EPIRPs
  4.20 Rettungsinseln
  4.20.1 Konstruktion der Rettungsinseln
  4.20.2 Mindestausrüstung von Rettungsinseln
  4.20.3 Verpackung und Stauung der Rettungsinseln
  4.20.4 Reservenummer
  4.21 Nottaschen („Grab bags“)
4.21 Entweder ein wasserdichtes Abteil oder eine Notfalltasche (Grab bag), leicht zugänglich, egal ob das Boot gekentert ist oder nicht, mit folgendem Mindestinhalt:
4.21 a) Ein wasserdichtes, tragbares UKW-Seefunkgerät mit Ersatzbatterien
4.21 b) Eine wasserdichte Taschenlampe mit Ersatzbatterien und -glühbirnen
4.21 c) 2 rote Fallschirm-Signalraketen und 3 rote Handsignalraketen
4.21 d) ein wasserdichtes Stroboskop-Licht mit Ersatzbatterien
4.21 e) ein Messer
4.21 f) falls eine Notfalltasche vorhanden ist, muss diese innenliegende Auftriebskörper und mindestens 0,1 m² fluoreszierendes Orange auf der Außenhülle aufweisen und mit dem Namen des Bootes gekennzeichnet und mit einem Sicherungsseil und Befestigungshaken ausgestattet sein.
  4.22 Identifikation und Rettung von Crewmitgliedern, die über Bord gegangen sind.
  4.22.1 Seenotfunkbake.
  4.22.2 GPS-Position der Crew über Bord.
  4.22.3 In direkter Reichweite des Steuermann und sofort einsatzfähig:
Rettungsboje mit selbstzündendem Licht und Treibanker 4.22.3 Eine Rettungsboje mit selbstzündendem Licht und Treibanker.
  4.22.6 Jede aufblasbare Rettungsboje und jedes automatisch arbeitende Gerät müssen gemäß der Herstellerangaben regelmäßig getestet und gewartet werden.
Wurfleine, mind. 6 mm, 15-25 m 4.22.7 Eine Wurfleine, mit Mindestdurchmesser von 6 mm (1/4″), einer Länge von 15-25 m (50-75’) und stets zugänglich vom Cockpit.
  4.23 Pyrotechnik und Leuchtsignale
Liste alle Verfallsdaten für Leuchtsignale (TABLE=6×1) 4.23.1 Pyrotechnische Signale, gemäß SOLAS LSA COde Kapitel III, optische Signale, müssen vorhanden und nicht älter als das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum sein (falls vorhanden) oder, falls kein aufgedrucktes Mindesthaltbarkeitsdatum vorhanden ist, nicht älter als 4 Jahre.
  Tabelle 13 – Pyrotechnik Tabelle 13
  4.24 Reservenummer
  4.25 Cockpit-Messer
Ein solides, scharfes Messer, Scheide und sicher befestigt. 4.25.1 Ein solides, scharfes Messer mit Scheide und sicher befestigt, muss zum sofortigen Gebrauch von Deck oder Cockpit vorhanden sein.
  4.26 Sturm- & Schwerwettersegel
  4.26.1 Design
.
 
  4.26.1 a) Das Grundmaterial des Sturmsegels, das nach 2013 gekauft wurde, muss eine gut sichtbare Farbe haben (z.B. Tagesleucht-Pink -orange oder -gelb).
4.26.1 b) Es dürfen keine aromatischen Polyamide, Kohlenstoffe oder ähnliche Fasern in einem Trysegel oder Sturmfock benutzt werden aber HMPE und ähnliche Materialien sind erlaubt.
Schotholpunkte für jedes Schwerwetter-/Sturmsegel 4.26.1 c) Schotholpunkte an Deck für jedes Sturm- und Schwerwettersegel.
4.26.1 d) Vom Großbaum unabhängige Schotholposition für das Trysegel.
4.26.1 e) Sturm- und Schwerwetter-Vorschotflächen müssen wie folgt berechnet werden: (0,255 x Länge Vorliek x (LPG+2 x Mittelweite)).
* Gilt für Segel, die nach 2011 hergestellt wurden.
  4.26.2 Segel
4.26.2 Die maximale Größe von Sturmsegeln muss geringer sein als die nachfolgend aufgeführten LImits oder wie vom Bootsbauer oder Segelmacher angegegeben.
4.26.2 a) entweder einer Großsegel-Reffvorrichtung, um das Vorliek um 12,5 % zu verringern oder eine Schwerwetterfock (oder Schwerwettersegel auf einem Boot ohne Vorstag) mit:
  4.26.2 a) i mit einer Segelfläche von 13,5 % Höhe des Vorsegels x IG².
4.26.2 a) ii sofort einsatzbar bedeutet: unabhängig von einer Lieknut zur Verbindung mit dem Stag.
4.28 Reservenummer
Decktasche
    Abschnitt 5 – Persönliche Ausrüstung
Jedes Crewmitglied muss folgendes haben:
  5.01 Rettungsweste
Rettungsweste mit Leuchte, Pfeife etc., je 1 pro Crewmitglied, mit Namen gekennzeichnet 5.01.1 Eine Rettungsweste muss:
  5.01.1 a)  
  5.01.1 a)i) falls vor dem Jahr 2012 produziert, mit den Normen ISO 12402 – 3 (Level 150) oder gleichbedeutend konform sein, einschließlich EN 396 oder UL 1180, und
  5.01.1 a)i) muss, falls aufblasbar, eine Druckgaskartusche haben.
Jede Rettungsweste hat Schritt-/Oberschenkelgurte 5.01.1 a)i) muss Schritt-/Oberschenkelgurte haben (System zur Vermeidung von Hochrutschen, RUPS).
  5.01.1 a) ii müssen, wenn nach 2011 hergestellt, den Anforderungen der ISO 12402-3 (Level 150) entsprechen und sind mit einer Pfeife, einer Rettungsschlinge, reflektierendem Material, automatischen/manuellen Druckgaskartuschen-Aufblas-System ausgestattet sein.
  5.01.1 a) ii Schritt-/Oberschenkelgurte (RUPS-System).
  5.01.1 c) müssen deutlich mit dem Bootsnamen oder dem Namen des Trägers gekennzeichnet sein.
Jede Rettungsweste wurde innerhalb der letzten 12 Monate durch die verantwortliche Person kontrolliert 5.01.4 die verantwortliche Person muss die Rettungswesten mindestens einmal im Jahr persönlich kontrollieren.
  5.07 Überlebensausrüstung
    Abschnitt 6 – Training
6.01.3 Reservenummer
6.02 Reservenummer
6.03 Reservenummer
  6.04 Routinetraining an Bord
6.04 Die Crew muss die Mensch-über-Bord-Rettung mindestens einmal im Jahr trainieren.
  6.05 Medizinisches Training
6.05.3 Mindestens ein Crewmitglied muss vertraut sein mit Erste-Hilfe-Maßnahmen, Unterkühlung, Ertrinken, Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) und relevanten Kommunikationssystemen.
  6.06 Tauchtraining
    Anhänge der „Special Regulations“
    Anhang A – Beweglicher und variabler Ballast
    Anhang B – für Küstennahe Regatten
    Anhang C – für Küstennahe Dinghy-Regatten
    Anhang D – Leitfaden für ISO und andere Normen
    Anhang E – World Sailing Code für die Organisation von ozeanischen Regatten
    Anhang F- Standardinspektionskarten
    Anhang G – Musterlehrplan
    Anhang H – Musterlehrplan für Erste Hilfe
    Anhang J – Unterkühlung
    Anhang K – Schlepp – und Seeanker

Fr 01 Sep 17 09:55:31