Häufig gestellte Fragen – eine Ausfüllhilfe
Beim Fahrtenwettbewerb der DSV Kreuzer-Abteilung sollten immer zwei Dinge im Mittelpunkt stehen: Die Freude am Segelsport sowie sicherheitsbewusstes Handeln für Mensch und Natur. Um vorbildliche und nachahmenswerte Reisen beurteilen zu können, ist eine gewisse Dokumentation nötig. Dies fordert allein schon die „gute Seemannschaft“ über die bereits viele Bücher verfasst wurden, weshalb der Begriff an dieser Stelle nicht überstrapaziert werden soll. Um ergänzend einigen Missverständnissen vorzubeugen, haben wir hier aber einige häufig gestellte Fragen und deren Antworten als Hilfestellung zusammengefasst:


Antwort: Nein, das Format des Logbuchs ist nicht vorgeschrieben. Es gibt diverse Formate im Buchhandel oder aus der Berufsschifffahrt. Im Binnenbereich ist in diesem Zusammenhang oft von einem Fahrtenbuch die Rede. Hier gelten sinngemäß die gleichen Grundanforderungen wie für andere Schiffstagebücher auch.

Antwort: Das Logbuch ist ein Dokument mit urkundlichem Charakter, das es dem Bootsführer, den Juroren und Dritten ermöglichen soll, den Reiseverlauf nachzuvollziehen. Es sollte neben An- und Ablegen auch regelmäßig Positions- und Kursangaben enthalten und Auskunft geben über Strömungen und Gezeiten nach Richtung und Stärke. Wird geankert oder die Fahrt anderweitig unterbrochen, so ist auch das mit Position und Uhrzeiten zu dokumentieren. Letztlich ist die Segelführung von Interesse (gerefft, Spinnaker, Sturmsegel).

Antwort: Nein, wenn man z.B. kreuzt, dann muss nicht jeder Kurs oder jede Wende eingetragen werden. Es sollte aber beispielsweise ein Generalkurs angegeben werden, ggf. mit der Bemerkung „auf der Kreuz“ oder „kreuzende Kurse“. Gerade bei längeren Strecken über den freien Seeraum sind Positionsangaben und/oder Wegepunkte wichtig. Überträgt man diese Informationen zusammen mit den anderen Logbucheintragen in eine Karte, so muss sich der Reiseverlauf klar nachvollziehen lassen.

Antwort: Bei den Seemeilen ist es wichtig aufzulisten, ob es sich um Meilen unter Motor handelt oder um gesegelte Meilen. Erwähnenswert ist auch, ob das Boot geschleppt wurde oder ggf. ein anderes Boot geschleppt hat. Im Binnenbereich sind statt Seemeilen Kilometerangeben vorgesehen.

Antwort: Das geschickte Nutzen von Wind und Wetter sowie das Erkennen von gefährlichen Wetterlagen bildet die Grundlage zur Ausübung unseres Sports. Dementsprechend aufmerksam sollte man sich im Vorfeld mit den über Radio, Funk oder Internet verbreiteten Wetterberichten beschäftigen und diese auch mit der realen Wettersituation abgleichen. Dazu gehört die Nennung der Quelle des Wetterberichts, vorhergesagte und beobachtete Windrichtungen und Windstärken, Vermerk besonderer Wetterlagen (z.B. Nebel, Hagel, Gewitter etc.) aber auch daraus resultierende Umweltfaktoren wie Bedeckung, Luftdruck, Temperatur, Wellenhöhe und Wellenrichtung.

Antwort: Nein, viele Segler haben dazu technisch an Bord gar nicht die Möglichkeiten. Wer elektronische Wetterberichte speichert, macht sich deren Auswertung und Dokumentation selbst leichter. Wichtig für die Juroren ist aber, dass erkennbar ist, dass regelmäßig meteorologische Informationen beschafft und ausgewertet wurden.

Antwort: Grundsätzlich kann jeder Teilnehmer nur mit einer Reise am Fahrtenwettbewerb der Kreuzer-Abteilung teilnehmen. Es ist aber selbstverständlich möglich, die gleiche Reise beim Fahrtenwettbewerb des jeweiligen Bundeslandes einzureichen. Dabei ist jedoch die Dokumentation dieses Landesverbandes zu beachten. Um hier mehr Einigkeit zu erhalten, haben sich die Kreuzer- Abteilung und der Berliner Segler-Verband bereits auf ein einheitliches Format geeinigt, so dass alle Unterlagen nur einmal ausgefüllt werden müssen. Wir hoffen, dass sich die anderen Landesverbände dieser Initiative in den nächsten Jahren anschließen.

Antwort: Die Auflistung der Ausrüstung verfolgt zwei Ziele: Einerseits erleichtert sie der Jury die Feststellung, ob die Yacht entsprechend des Seegebietes korrekt ausgerüstet ist, andererseits ist sie für die Crews eine Art Checkliste, um die eigene Ausrüstung zu überprüfen. Einmal erstellt, kann sie immer wieder aktualisiert werden und gibt beispielsweise Auskunft über Prüfdaten oder den Ablauf von Rettungsmittel.

Antwort: Wir begrüßen das Einreichen von elektronischen Dokumenten und möchten alle Teilnehmer dazu aufrufen, uns sämtliche Unterlagen in elektronscher Form zu zusenden (z.B. als pdf.- scans). Wir erhoffen uns dadurch eine bessere Auswertbarkeit und minimieren zugunsten der Umwelt den Papierverbrauch.
Aber natürlich wird keine Crew abgewiesen, die uns ihre Unterlagen wie bislang in Papierform senden möchte.

Antwort: Die eingereichten Reisen variieren von einigen Tagen bis zu mehreren Monaten. Nichtsdestotrotz sollte die freie Beschreibung einen Rahmen von fünf Seiten nicht überschreiten. Sie ist als weiterführende seemännische Erläuterung zum Logbuch zu sehen und sollte die Reise schildern. Kleine Anekdoten aus der Crew oder dem Landgang lockern den Bericht auf. Wenn der Reisebericht aber mehr kulturelle oder gastronomische Hinweise enthält als nautische, dann verfehlt er klar seinen Zweck.