Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung - Kollision zweier Yachten bei Rudköbing

(4.8.2006) Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) Hamburg hat die Kollision zweier Segelachten in der Ansteuerung von Rudköbing (DK) untersucht, bei denen nicht nach den Grundregeln für das Verhalten im Verkehr navigiert wurde. Die Manöver zur Vermeidung von Zusammenstößen müssen entschlossen, rechtzeitig und so ausgeführt werden, wie es die gute Seemannschaft erfordert... Um einen Zusammenstoß zu vermeiden oder mehr Zeit zur Beurteilung der Lage zu gewinnen, muss ein Fahrzeug erforderlichenfalls seine Fahrt mindern oder durch Aufstoppen oder Rückwärtsgehen jegliche Fahrt wegnehmen. Ist ein Fahrzeug gezwungen, einem entgegenkommenden Fahrzeug auszuweichen, so ist es immer richtiger, sich auf der rechten Seite des Fahrwassers, an der Steuerbordseite, auf Grund drängen zu lassen, als nach der linken Seite des Fahrwassers herüberzuhalten. Ein Ausweichmanöver bei entgegengesetzten Kursen sollte grundsätzlich, auch im freien Seeraum, nach Steuerbord ausgeführt werden.

"Lieber das Schiff auf der richtigen Fahrwasserseite auf Grund setzen als in der Mitte oder auf der falschen Seite des Fahrwassers kollidieren!" so das BSU......

Die Kreuzer-Abteilung des DSV empfiehlt diese Sicherheitsempfehlung besser nicht zu verallgemeinern!
Weiterhin stehen wir Ableitungen aus dem Fehlverhalten einzelner Verkehrsteilnehmer auf das Ausbildungssystem kritisch gegenüber.

Hier der Untersuchungsbericht sowie die Sicherheitsempfehlung.