Portugal / Azoren - Mädchen stirbt im Sturm

(18.5.2015) Es war ein Sturm, wie er häufig vorkommt im nördlichen Teil des Atlantiks und im Frühjahr bis weit nach Süden reichen kann. Doch dieser um den 7. Mai herum war besonders tragisch, weil ein Mädchen dabei das Leben verlor. Es starb nach vielen Stunden im Wasser an Unterkühlung...

500 sm südlich der Azoren wurden die Crews von fünf Yachten gerettet, die SAR-Operation wurde koordiniert durch MRCC Ponta Delgada, berichtet der Repräsentant der Kreuzer-Abteilung auf La Palma im Westen der Kanarischen Inseln wenig Tage nach dem Ereignis. Federico Ulrich hatte zeitgleich viel damit zu tun, zusammen mit den Funkfreunden vom Intermar-Amateurseefunk-Netz eine deutsche Yacht (ein Ehepaar mit 3 Kindern) mit Wettervorhersagen zu versorgen. Sie war in Mindelo Richtung Karibik ausgelaufen, musste aber wegen technischer Probleme zurückkehren. Nach erfolgter Reparatur dort legte sie Richtung Azoren ab mit Ziel Deutschland.

Federico Ulrich schreibt im Detail zu dem Sturm:
Ein Katamaran unter französischer Flagge sank. An Bord zwei Kinder und ein Ehepaar. Die Frau und der Sohn wurden von einem chinesischen Frachter gerettet. Der Vater und die Tochter trieben 7,5 Stunden mit Rettungswesten im Atlantik. Die Crew des spanischen Hospitalschiff „Esperanza del Mar“ hat sie schließlich retten können. Das Mädchen überlebte den langen Aufenthalt im Wasser nicht, es erlag seinen Unterkühlungen. Die Crew eines griechischen Tankers hat zwei Personen von einer Yacht unter USA-Flagge gerettet. Vier Personen einer norwegischen Yacht wurden von einem Helikopter der portugiesischen Marine aus hohen Wellen aufgewinscht. Die Crew einer schwedischen Yacht brachte ihre Notlage unter Kontrolle und hat ihre Seereise fortsetzen können. Auf folgendem Link sieht man die zur Zeit der Bergung herrschenden Bedingungen am 7. Mai:

www.acorianooriental.pt/noticia/operacao-de-salvamento-a-500-milhas-a-sul-dos-acores