Ostsee / Schlei - Baggern für eine ausreichende Wassertiefe

(22.4.2014) Ab dem 22. April 2014 werden im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lübeck auf der Schlei, südlich von Maasholm, Mindertiefen beseitigt.
Um die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs auf der Schlei zu gewährleisten, muss die erforderliche Wassertiefe von 4,50 m wieder hergestellt werden...
„Bedingt durch den permanent vorhandenen natürlichen Sedimenttransport entlang des Küstenabschnitts vor Schleimünde kommt es primär bei östlichen Windlagen zu Sedimenteintreibungen in die Schlei. Das Material lagert sich dann vor allem im Fahrwasser in Höhe Maasholm ab und muss dann dort in zeitlichen Abständen von ein paar Jahren wieder entfernt werden.“ erläutert der Gewässerkundler des WSA Lübeck Dr.-Ing. Herwig Nöthel.
Die Baggerarbeiten werden innerhalb von zwei Wochen in einem ca.300 m langen Teilstück von Schlei-km 40,05 bis km 40,35 durchgeführt. Dabei fällt ca. 5.400 m³ sandiges, unbelastetes
Material an. Der sandige Boden wird in der Ostsee südlich der Südmole des Hafens Olpenitz in Höhe der landwärts gelegenen Ortschaft Weidefeld umgelagert. „Durch die Umlagerung in diesen Bereich werden auch die Ziele des Küstenschutzes unterstützt. Durch die unterwasserseitige Bodenaufhöhung werden die auf den Strand einwirkende Seegangsenergie verringert sowie die Stranderosion verlangsamt.“ so Dr. Herwig Nöthel weiter.
Zum letzten Mal wurde im Fahrwasser der Schlei vor drei Jahren gebaggert.
Die Baukosten für die jetzige Maßnahme betragen ca. 75.000 €. Nach Abschluss der Baggerarbeiten steht der Berufs- und Sportschifffahrt auf der gesamten Schlei wieder ein den Richttiefen
entsprechendes Fahrwasser zur Verfügung, in dem sich die Schiffe auch begegnen können.

Pressemeldung WSA Lübeck