Nordsee - Funkpeilstelle Wilhelmshaven bleibt in Betrieb

(31.10.2012) Wie wir mit Meldung v. 9.5.2012 mitteilten, sollte auf Erlass des BMVBS der Funkpeilbetrieb in den Revierzentralen eingestellt werden.
Nun hat die Vernunft gesiegt! Das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven wird auch in Zukunft eine UKW-Funkpeilstelle betreiben. Dieser trägt zur Sicherheit des Schiffsverkehrs in der Deutschen Bucht teil...

Im Frühjahr hatte das Bundesverkehrsministerium per Erlass die Abschaltung des Peilsstellen angeordnet. Dieser sei für die Ortung von Funkstörern oder Schiffen in Seenot nicht mehr erforderlich. Dieser Position widersprachen jedoch das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und der Deutsche Segler-Verband.

Als der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer von dem Problem erfuhr, wandte er sich ebenfalls an das Ministerium – mit Erfolg. „Der Erhalt der Funkpeilstelle war mir wichtig. Er ist eine wertvolle Ergänzung der Fähigkeiten der Verkehrszentrale Wilhelmshaven. Diese Einrichtung kann helfen, Leben zu retten“, erklärt Kammer sein Engagement.

Im Seenotfall ist die Wilhelmshavener Anlage in der Lage, in der gesamten Deutschen Bucht die Funksignale von Havaristen verlässlich zu orten. Dazu seien Seenotkreuzer aufgrund der eingeschränkten Antennenhöhe nicht in der Lage. Die Anlage ermöglicht ebenfalls die Identifizierung und Kontaktierung von Funkstörern, die meist aus Versehen beispielsweise den wichtigen Notrufkanal 16 blockieren.

„Die Funkpeilstelle verursacht nahezu keine Unterhaltskosten, erhöht aber die Sicherheit in der verkehrsreichen Deutschen Bucht spürbar. Einige kleine Zwischenfälle in den vergangenen Monaten haben das bestätigt“, so Kammer: „Daher bin ich dem Ministerium dankbar, dass es seine Entscheidung überdacht und zurückgenommen hat.“

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