BMVBS stellt den Funkpeilbetrieb in den Revierzentralen ein

(9.5.2012) Ende April wurde auf Erlass des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in den Revierzentralen der Funkpeilbetrieb eingestellt.
Die Fähigkeit zur Funkpeilung der Revierzentralen stellte bisher einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Schifffahrt dar...

Im Seenotfall
ermöglicht die Funkpeilung der Revierzentralen durch die Antennenhöhe ihrer Anlagen auch das Einpeilen sehr schwacher Signale, die durch die Seenotrettungskreuzer der DGzRS nicht eingepeilt werden können.
Zwar sind auch die Einheiten der DGzRS in der Lage Funkpeilungen vorzunehmen, deren Reichweite aber durch die eingeschränkte Antennenhöhe limitiert ist.

Bei unsichtigem Wetter oder fehlerhaft angegebener Position

ermöglicht die Einpeilung der Revierzentralen der nicht ausrüstungspflichten Schifffahrt die sichere Beratung und Navigation.

Zur Sicherstellung des funktionierenden Seefunknetzes

ermöglicht die Einpeilung eines störenden Trägers die Identifikation der Funkstelle und die Wiederherstellung des ungestörten Seefunknetzes.
Auch wenn diese Aufgabe bei der Bundesnetzagentur angesiedelt ist, so wurde sie bislang durch die Verkehrszentralen wahrgenommen, da nur diese in Verbindung mit den AIS-Signalen die sichere Identifikation gewährleisten können.

Ob - und wenn ja, wie - diese nicht mehr vorhandenen Fähigkeiten ersatzweise wahrgenommen werden sollen, ist bislang unklar...

Der Deutsche Segler-Verband hat sich an das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gewandt, um auf eine Vermeidung von daraus entstehenden Sicherheitsdefiziten für die Sportschifffahrt hinzuwirken.