Russland und Litauen öffnen Seegrenze im Kurischen Haff

(6.2.2012) Wie "Russland-Aktuell" meldet sollen bereits im Frühling die Einklarierungshäfen für das Passieren der Seegrenze im Haff, Rybatschi (Rossitten) auf russischer und Nida (Nidden) auf litauischer Seite, offiziell ihren Betrieb aufnehmen...
Das berichtet die Rossiskaja Gaseta unter Berufung auf die Staatliche Russische Agentur für den Ausbau von Grenzanlagen. Laut Alexander Strutschew, Chef der Kaliningrader Regionalverwaltung dieser Behörde, ist das Projekt für den litauisch-russischen Seegrenz-Kontrollpunkt auf der Kurischen Nehrung jetzt abgestimmt und abgeschlossen.
Während der touristisch florierende Hafen von Nida bereits über eine entsprechende Infrastruktur verfügt, sieht das auf russischer Seite trüber aus. Da hier seit Jahrzehnten nur einheimische Fischkutter und neuerdings einige Ausflugsboote aufs Wasser dürfen, hat der Ausbau von Hafenanlagen nie jemanden gekümmert. Der alte Fischerhafen von Rybatschi-Rossitten, an dessen langer Mole vor dem Krieg Ausflugsschiffe und Liniendamper aus Cranz und Memel anlegten, gammelt als Ruine vor sich hin.
Darum wird der Grenzhafen Rybatschi vorerst wohl nur von Booten mit geringem Tiefgang angesteuert werden können, die Rede ist von maximal 1,40 Meter. Auch für die droht es mit der sprichwörtlichen Handbreit Wasser unterm Kiel ganz schnell mal knirschend knapp zu werden, denn aktuelle amtliche Seekarten mit verlässlichen Tiefenangaben gibt es nicht.

Quelle: www.aktuell.ru