Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung - Kollision der Fähre „Schleswig-Holstein“ mit der SY „Mahdi“ im Fehmarnbelt

(16.11.2010) Am 24. August 2009 um 04:00 Uhr kollidierte die unter deutscher Flagge fahrende Fähre „Schleswig-Holstein“ ca. 15 Minuten nach dem Auslaufen aus dem Fährhafen Puttgarden mit der amerikanischen Segelyacht „Mahdi“...

Die Yacht fuhr mit zwei Personen an Bord unter Segeln auf westlichem Kurs Richtung Kiel. Ihr Skipper hatte das Auslaufen der Fähre beobachtet, sah aber bis zuletzt nur deren grünes Seitenlicht. Er vertraute daher, trotz der sich anbahnenden und einkalkulierten Nahbereichssituation, auf die Beachtung seines Wegerechtes durch die Fähre und erkannte den Kollisionskurs erst wenige Sekunden vor dem Zusammenstoß. Auch auf der Brücke des Fährschiffes wurde die gefährliche Annäherung erst unmittelbar vor der Kollision und zwar gleichzeitig mit der ersten visuellen Wahrnehmung der Dreifarbenlaterne der Yacht erkannt. Das schwache und zeitweilig nicht erkennbare Radar-Echo der Yacht war von der Brückenbesatzung nicht registriert worden.

Bei der Betrachtung der Unfallfaktoren stellt sich einmal mehr die Bedeutung der Ausrüstung mit einem aktiven oder passiven Radarreflektor für Sportboote heraus. Auch geht die Untersuchung auf die irreführende visuelle Wahrnehmbarkeit der Dreifarbenlaterne ein.

Hier der Untersuchungsbericht der BSU...