Schifffahrtsweg Elbe-Weser - 50 Jahre Stützpunktleiter der Kreuzer-Abteilung

Hadelner Kanalschleuse seit 140 Jahren in Familienhand
(12.11.2010) Seit 50 Jahren haben die Schleusenmeister Max, Hans und Ingo Kahlsdorf die Funktion eines Stützpunktleiters der Kreuzer-Abteilung an der Kanalschleuse wahrgenommen und standen der durchreisenden Sportschifffahrt mit Rat und Tat zur Seite.

Der Vorstand der Kreuzer-Abteilung dankt der Familie Kahlsdorf für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Sportschifffahrt, verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft.

Hans und Ingo KahldorfUngewöhnliche Familiengeschichte: Seit genau 140 Jahren betreut die Familie Kahlsdorf die Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf - jetzt in der fünften Generation.
Am 1. Oktober 1870 wurde der frühere Schiffer Johann Nicolaus Kahlsdorf, damals 35 Jahre alt, vom Hadelner Kanalverband in das Amt des Schleusenmeisters und Kanalaufsehers eingeführt und bezog mit seiner Frau das Schleusenmeistergehöft in Otterndorf. Er wurde nach 40jähriger Dienstzeit am 1. Oktober 1910 von seinem Sohn Hermann Theodor Amandus abgelöst, der diesen Posten bis zum 31. März 1949 innehatte. Ihm folgte sein Sohn Max Kahlsdorf. In dessen Amtszeit fiel 1962 die Auflösung des Hadelner Kanalverbandes. Der Hadelner Kanal und die Kanalschleuse gingen in das Eigentum des Landes Niedersachsen und Max Kahlsdorf wurde Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes Stade. Am 31. März 1973 ging Max Kahlsdorf in den Ruhestand und sein Sohn Hans übernahm das Kommando an der Schleuse. Nach fast 28 Jahren endete für Hans Kahlsdorf am 31. Dezember 2000 der Dienst an der Schleuse und er übergab den Staffelstab in fünfter Generation an seinen Sohn Ingo.
Auch Ingo Kahlsdorf bezog wie schon seine Ur-Urgroßeltern das Schleusenmeistergehöft und führt seither die Schleuse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Stüven aus Belum.