Reduzierung von Schallemissionen zum Schutz der Meeressäugetiere

(2.11.2009) Die stetige Zunahme des Schiffsverkehrs und damit auch der steigende Einsatz von Sonaranlagen (Echoloten) bedeuten eine erhebliche Beeinträchtigung der Meeressäugetiere...

So können besonders die im militärischen Bereich eingesetzten aktiven Niederfrequenz-Sonarsysteme mit ihrem Schalldruck von bis zu 240 Dezibel Meeressäuger, wie Wale und Delfine, massiv schädigen.

Die Deutsche Marine ist sich des schädlichen Einflusses von Unterwasserschall auf Meeressäuger und maritime Lebensräume bewusst und bemüht diesen zu minimieren.
Zu einer diesbezüglichen Anfrage der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e.V, anlässlich der Übung Northern Coasts 2009 in der Ostsee nahm der Chef des Stabes im Flottenkommando, Flottillenadmiral Georg von Maltzan, Stellung.

Aber auch der Einsatz von Echolotanlagen auf Frachtern, Passagierschiffen, Fischereifahrzeugen und der hohen Anzahl von Sportbooten trägt zur Beeinträchtigung der Meeressäuger bei.
Dies bestätigte uns der renommierte Meeresbiologe, Prof. Dr. Boris Culik, der sich intensiv mit den Bedrohungen der Kleinwale beschäftigt hat.
Internetportal: "Whales and Dolphins"

...und so hören sich die Geräusche unter Wasser an:

- das Geräusch eines Frachters – überwiegend Kavitationsgeräusch

- ein Sonarsignal (SONAR = Sound, Navigation and Ranging)

- das Gezwitscher einer Grindwalherde. Das knisternde Nebengeräusch stammt von den Clicks der Tiere (bei Walen bis zu 1000 clicks/s) zur akustischen Lokalisation.

Wir alle haben die Möglichkeit den Lebensraum für die Meeressäuger zu erhalten, indem wir den Gebrauch der Echolotanlagen auf das zur sicheren Navigation unerlässliche Maß reduzieren und wenn möglich vermeiden!