Genuss alkoholischer Getränke an Bord

- Änderungen verkehrsrechtlicher Vorschriften -
(16.8.2005) Seit dem 15. August 2005 sind umfassende Änderungen der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO) in Kraft, die auch den Genuss alkoholischer Getränke an Bord betreffen. Die bisherigen Reglungen aus § 3 Abs. 4 SeeSchStrO (ehem. 0,8 ‰) wurden geändert, so dass im Schiffsverkehr nunmehr Grenzwerte des Blutalkohols wie im Straßenverkehr (0,5 ‰) gelten...

Bis August 2005 galten die o. a. Werte nur für den Schiffsführer, also denjenigen, der Kurs und Geschwindigkeit bestimmte. Nun werden auch „Besatzungsmitglieder“ mit einbezogen, die für die sichere Ausübung einer Tätigkeit im Brücken-, Decks- und Maschinendienst verantwortlich sind. Dies gilt nicht nur für die Berufsschifffahrt, sondern auch für die Sportschifffahrt. Wer also sein Boot nicht alleine festmachen kann, nicht alleine Segel setzen kann oder Ähnliches, hat auf seine Besatzung zu achten!!!
Nur Fahrgäste, die keinerlei verantwortliche Tätigkeiten ausüben, sind von der Beachtung der zuvor genannten Grenzwerte befreit.
In der Fahrgastschifffahrt (kommerziellen Fahrt mit Fahrgästen, wie z. B. auf Fähren, Sportangelkuttern, Traditionsseglern) gilt für Brücken-, Decks- und Maschinenpersonal sogar die 0,0 ‰ Grenze – und dies bereits bei Fahrtantritt.