Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung - Untergang nach Kollision auf der Kieler Innenförde

(20.3.2009) Im Juni 2008 befuhr die Fähre LABOE fahrplanmäßig die Kieler Förde. Um11.52 Uhr legte sie vom Anleger Bellevue ab. Von hier sollte der am östlichen Ufer liegende Anleger Mönkeberg angelaufen werden. Der Schiffsführer befand sich allein auf der Brücke und steuerte die Fähre nach Sicht...
Neben vielen anderen Sportbooten segelte auch die Mannschaft der RØDE ORM mit
ihrer Segelyacht in diesem Bereich der Kieler Förde. Sie beabsichtigte, am zweiten
Start zur Regatta Klassiker Rendezvous 2008 zur Kieler Woche teilzunehmen.
Während eines Segelmanövers achtete die Besatzung der RØDE ORM nicht auf die
herannahende LABOE. Der Schiffsführer der Fähre sah die Situation als noch
ungefährlich an. Schließlich drehte die RØDE ORM jedoch in den Kurs der Fähre.
Ein Stopp-Manöver der LABOE reichte nicht aus und beide Fahrzeuge kollidierten.

Die Yacht wurde dabei durch den Bugwulst der Fähre so stark im Vorschiffsbereich
getroffen, dass sie, unmittelbar nachdem die Besatzung der Yacht auf ein
Schlauchboot übergestiegen war, versank.
Die RØDE ORM wurde später geborgen. An der LABOE entstand kein Schaden.
Unter Fahrgästen und Besatzung gab es keine Verletzten.


Hier der Untersuchungsbericht der BSU