Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung - Beinahekollisionen und Strandung

(17.12.2008) Am 3. Mai 2008 verließ die zu Ausbildungszwecken genutzte und dafür zugelassene Yacht INTENTION IV den Liegeplatz im Alten Strom von Warnemünde. Kurz nach dem Ablegen, im Bereich der Molen, verschlechterte sich die Sicht aufgrund von dichtem Nebel sehr schnell. Das an Bord der Yacht vorhandene Radargerät und das UKW-Seefunkgerät wurden nicht ausreichend genutzt, so dass es zu einer Beinahekollision mit einer einlaufenden Fähre kam... Anschließend setzte die Yacht die Fahrt in Richtung See fort. Dabei kam es zu einer weiteren Beinahekollision mit einer anderen Yacht. Auf See verbesserten sich die Sichtverhältnisse.

Nach einem Manövertraining sollte die INTENTION IV wieder in den Hafen von Warnemünde einlaufen. Dazu musste die Yacht wieder in das Gebiet mit verminderter Sicht einfahren, wobei sich eine Nahbereichssituation mit einem anderen Sportboot ereignete. Später wurden die Segel geborgen und die Fahrt unter Maschine fortgesetzt. Auch in diesem Abschnitt der Fahrt nutzte die Besatzung die an Bord vorhandenen technischen Hilfsmittel nur unzureichend. Das führte zum Aufgrundlaufen ca. 220 m westlich der Westmole.

Die Geschehnisse an Bord der INTENTION IV sind besonders geeignet den Führern von Sportbooten und ihren Besatzungen die Unerlässlichkeit einer Reisevorbereitung und die Notwendigkeit zur Nutzung der an Bord vorhandenen Hilfsmittel zu verdeutlichen - so die BSU.

Hier der Untersuchungsbericht der BSU