Aktuelles

Mit Skipper-Hilfe zur Wasserhosen-Datenbank

(8.5.2006) Tornados sind ein Wetterereignis, das man früher nur aus den USA zu kennen glaubte. Doch zumindest gefühlt nimmt die Zahl der Großtromben auch in Deutschland und in Europa zu. Noch Anfang März kamen durch einen lokalen Wirbelsturm in Hamburg zwei Personen ums Leben. Und am Mittelmeer wird dieses Extremwetter-Phänomen, bei dem ein schlauchförmiger Rüssel von den Wolken bis aufs Wasser reicht, immer wieder beobachtet. Noch im letzten Jahr kenterte dabei auf der Adria bei Murter ein Katamaran. Jetzt wollen Forscher dem Phänomen Tornado auf dem Wasser besser auf die Spur kommen, ja versuchen, die Mithilfe der Skipper zu gewinnen, die mit Ihren Beobachtungen mithelfen könnten, Vorhersage zu verbessern.
Anlässlich des Mittelmeer-Skipper-Treffens auf der CBR in München im Februar dieses Jahres war in den Vorträgen von gleich drei Meteorologen, die sich intensiv mit Tornados in Europa befassen, darauf hingewiesen worden, dass es sich bei dem Auftreten von Wasserhosen in europäischen Gewässern um ein weitgehend unerforschtes Fachgebiet handelt, zu dem noch relativ wenige Erfahrungen und konkrete Zahlen vorliegen. Die Gründe liegen überwiegend darin, dass diese Ereignisse meistens unvorhergesagt auftreten und bei uns in den seltensten Fällen wissenschaftlich einwandfrei dokumentiert wurden, da bisher kaum allgemein bekannte und standardisierte Erfassungskriterien bestanden. Deutlich ist zu erkennen, dass die meisten Aufzeichnungen auf den Hauptschifffahrtsrouten gesammelt werden, außerhalb wird die Datenlage arg dünn.
Um hier eine breitere Basis zu erhalten, wurde die ESWD-Datenbank, (European Severe Weather Database) geschaffen, die u. a. von Dr. Nikolai Dotzek vom Institut für Physik der Atmosphäre des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen betreut wird. Nikolai Dotzek hat einen Fragebogen entworfen, der es ermöglichen soll, die für die Grundlagenforschung notwendigen Daten zu sammeln.
Hier können insbesondere die Wassersportler, für deren Sport Wind und Wetter entscheidende Faktoren darstellen, an der Erfassung solcher Daten mitwirken. Sie werden gebeten, wenn sie eine Wasserhose beobachten, die für die statistische Erfassung notwendigen Daten in den beigefügten Fragebogen einzutragen und diesen an Dr. Dotzek zu senden bzw. die Meldung direkt unter http://eswd.eu in die Datenbank einzutragen.
Auf diese Weise kann im Laufe der Zeit ein Datenpool aufgebaut werden, der vielleicht in einigen Jahren auch in unseren Breiten eine bessere Vorwarnung oder Vorhersage von Tornados/Wasserhosen ermöglicht. Für die Beantwortung von Rückfragen steht Dr. Dotzek gern zur Verfügung, siehe http://essl.org/people/dotzek/

Ostsee - Hinweis zum Verhalten in Verkehrstrennungsgebieten

(25.4.2006) Anläßlich der sich ab 1.7.2006 ändernden Wegeführung in der Ostsee, verbunden mit der Einrichtung weiterer Verkehrstrennungsgebiete (s. Meldung vom 24.4.), haben wir hier die Befahrensregeln und die bei Verstößen fälligen Bußgelder zusammengestellt.

VERHALTEN IN VERKEHRSTRENNUNGSGEBIETEN

Binnenschifffahrtsfunk - Keine Zulassung von Handfunkgeräten auf Kleinfahrzeugen

(28.4.2006) Entgegen unserer Mitteilung in den 'Nautischen Nachrichten' 1/06 / S. 13 werden durch die deutsche Bundesnetzagentur anders als in den Niederlanden durch die Agentschap Telecom ( früher PTT) keine Frequenzzuteilungen für Handfunkgeräte für den Verkehrskreis ‚Funkverkehr an Bord’ auf Kleinfahrzeugen erteilt.
Die in den Niederlanden zugelassenen Handfunkgeräte (VHF-Portofon) dürfen ausschließlich nur auf den niederländischen Gewässern benutzt werden.

Umstellung des Seefunkanschlusses

(13.01.2006) Die Küstenfunkstellen der Telekom AG haben ihren Betrieb seit vielen Jahren eingestellt. Einige Betreiber von Seefunkstellen bedienen sich aber, um ggf. in das öffentliche Netz telefonieren zu können, immer noch - vielleicht aus alter Gewohnheit - der früher obligatorischen gebührenpflichtigen Abrechnungsgesellschaft, der Telekom AG.....

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